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Landtagswahl 2018 "Gaßmann-Stadion ist nicht mehr zeitgemäß"
Mehr Hessen Landtagswahl 2018 "Gaßmann-Stadion ist nicht mehr zeitgemäß"
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00:17 09.10.2018
Der erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (von links), Mercenaries-Präsident Carsten Dalkowski, Hessens Innenminister Peter Beuth sowie CDU-Landtagskandidat Dirk Bamberger tauschten sich in Marburg aus. Quelle: CDU Marburg-Biedenkopf
Marburg

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Förderung des Bundesligasportes außerhalb von Ballungszentren und Großstädten sowie die derzeitige Infrastruktur rund um das Georg-Gaßmann-Stadion. Neben Beuth waren auch CDU-Landtagskandidat Dirk Bamberger und der Ersten Kreisbeigeordnete Marian Zachow bei dem Termin dabei. Carsten Dalkowski, Präsident der Mercenaries, berichtete, dass die Mercenaries als Bundesligaclub über kurz oder lang an ihre Grenzen stoßen würden.

„Das Georg-Gaßmann-Stadion ist für eine aufstrebende Sportart wie American Football oder auch höherklassigen Fußball nicht mehr zeitgemäß. Es fehlt bei den durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Zuschauern pro Spieltag an Business- und VIP-Bereichen, genügend Parkplätzen, Trainingsstätten sowie an einer Arena ohne Leichtathletik-Laufbahn“, sagte der Mercenaries-Präsident.

Darüber hinaus könne der Bundesligaverein in einer Kleinstadt wie Marburg nicht über das finanzielle Budget disponieren, über das die großen Vereine aus den Ballungszentren verfügen können. Es werde immer schwieriger, geeignete Großsponsoren zu finden, was das Wachstum des Vereins erschwere. „Die heimischen mittelständigen Unternehmen unterstützen uns aber wo sie können und dafür gilt ihnen unser Dank,“ sagte Dalkowski.

Ausschlag gibt „der politische Wille der Stadt“

Innenminister Beuth und Landtagskandidat Bamberger waren sich einig darin, dass der Sport eine wichtige gesellschaftliche Rolle habe, auch für die Universitätsstadt Marburg – besonders auch bei der Integration, bei der die Mercenaries vorbildlich vorweg gehen. Inwieweit aber einzelne Sportarten vor Ort unterstützt und der Ausbau der Stadioninfrastruktur erfolgt, sei grundsätzlich Aufgabe der Stadt und letztlich davon abhängig, was diese im sportlichen Bereich wolle.

„Letztlich ist der politische Wille in der Stadt ausschlaggebend für Veränderungen und ich stimme Carsten Dalkowski zu, dass wir Sportstätten benötigen, die den Zuschauer und das Erlebnis des Sports mehr in den Vordergrund bringen,“ sagte Bamberger: „Das Stadion ist vor 50 Jahren noch unter ganz anderen Voraussetzungen gebaut worden und man sollte daher auch die Sportstätten an den geltenden Zeitgeist nach und nach anpassen.“