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Landtagswahl 2018 Hessen wählt: Reaktionen und Ergebnisse
Mehr Hessen Landtagswahl 2018 Hessen wählt: Reaktionen und Ergebnisse
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17:53 29.10.2018
Doppelsieg für die CDU im Landkreis: Dirk Bamberger (links) und Dr. Thomas Schäfer holen die beiden Direktmandate. Quelle: Andreas Schmidt

17.52 Uhr: Die Stimmen sind ausgezählt, die Optionen liegen auf dem Tisch: Am Tag nach der Landtagswahl in Hessen sortieren sich CDU, Grüne, SPD und FDP und klopfen einander auf Kompatibilität ab. Plötzlich klingt so manches vor der Wahl verkündete Nein gar nicht mehr so verbindlich.

16.08 Uhr: Reaktionen der Bewerber aus dem Kreis

Während die CDU zwei Wahlkreise „klargemacht“ hat, freuen sich die Grünen über ein historisches Ergebnis. Die SPD leckt ihre Wunden, Linke und FDP sind „ganz zufrieden“.

15.40 Uhr: Die Grünen dominieren in der Uni-Stadt

Die Verschiebung der 
Polit-Kräfteverhältnisse in Marburg scheint perfekt zu sein. Die SPD verliert massiv und fällt auf Rang drei hinter CDU und Grüne – die erstmals stärkste Partei in der Universitätsstadt sind – zurück.

15.26 Uhr: CDU und SPD verlieren massiv, Grüne gewinnen

Die ­Ergebnisse im Landkreis Marburg-Biedenkopf ­liegen im Hessentrend. CDU und SPD büßten deutlich Wählerstimmen ein, die Grünen sind die Wahlsieger. Die meisten Stimmen im Kreis holte die AfD in Neustadt. Marburg ist die Linken-Hochburg Hessens.

15.14 Uhr: Weitere Äußerungen zur Rückzugs-Ankündigung

Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring hat den angekündigten Rückzug Angela Merkels vom CDU-Vorsitz als "Chance" für die Partei bezeichnet. Die CDU müsse als Partei mit einem eigenen Profil wahrgenommen werden jenseits der Aufgaben in der großen Koalition, sagte Mohring nach Parteiberatungen in Berlin. Die Union habe mit Stimmenverlusten bei der Bundestagswahl, der Bayern-Wahl und der Hessen-Wahl drei "Denkzettel" bekommen. Vom Bundesparteitag der CDU im Dezember müsse ein "Zeichen des Aufbruchs" gesendet werden. Merkel sei ohne den Parteivorsitz freier, als Kanzlerin konsequentere Entscheidungen der Koalition zu treffen.

Von der Stimmabgabe bis zur Wahlparty - wir waren mit der Kamera dabei.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Verzicht Merkels gelobt. "Wir nehmen das alles mit Respekt zur Kenntnis", sagte er in München am Rande der Koalitionsverhandlungen mit den Freien Wählern. Darüber hinaus wollte Söder Merkels Verzicht nicht weiter kommentieren: "Das sind Entscheidungen der CDU, schauen wir mal, wie es weitergeht. Wir müssen jetzt hier unsere Arbeit machen." Söder zählte in den vergangenen Jahren in der CSU immer wieder zu den Kritikern von Merkel - etwa zu deren Asylpolitik.

14.40 Uhr: Angela Merkels Verzicht auf den CDU-Vorsitz ist ein Coup, mit dem sie ihre Gegner überrascht und CSU-Chef Seehofer unter Druck setzt. Die CDU kann den Schwung aber auch wieder verspielen, kommentiert Daniela Vates.

14.36 Uhr: Merkel will sich 2021 aus Politik zurückziehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach den massiven Stimmenverlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen im Dezember nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidieren und sich 2021 ganz aus der Politik zurückziehen. Bis dahin will sie aber Kanzlerin bleiben. Das sagte sie in Berlin nach Sitzungen der Parteigremien. Bisher habe sie immer darauf bestanden, dass beide Ämter zusammengehören. Dass dies nun anders laufen solle, sei "ein Wagnis, keine Frage". Sie halte es aber für vertretbar, dieses Wagnis jetzt einzugehen. Bei der nächsten Wahl wolle sie nicht wieder als Kanzlerin und auch nicht für den Bundestag kandidieren, sagte Merkel. Sie strebe auch kein anderes politisches Amt an.

13.57 Uhr: Die SPD will nach den Worten ihrer Vizevorsitzenden Malu Dreyer schnell klarer machen, wofür sie steht. "Da geht es vor allem darum, dass wir die Zukunftsfragen (...) schneller beantworten müssen", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Viele Bürger wüssten nicht, was sie mit der SPD verbinden sollen - das sei ein Befund der Landtagswahlen in Bayern und Hessen. Die SPD wolle deshalb bei ihrer Erneuerung aufs Tempo drücken. "Wir müssen einfach erkennen, dass wir diese Zeit gar nicht haben, sondern dass wir sehr viel schneller etwas ändern müssen."

13.15 Uhr: Steuerzahlerbund: Landtag teuer wie nie 

Der neue Wiesbadener Landtag soll nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler bei sich selbst mit dem Sparen anfangen. "Der Hessische Landtag ist mit nun 137 Abgeordneten so groß und damit auch so teuer wie noch nie", erklärte Joachim Papendick, Vorsitzender des BdSt Hessen. "Natürlich kostet Demokratie Geld, doch die Frage ist, ob es nicht auch eine Nummer kleiner geht." Mit Einschnitten bei sich selbst könnten die Parlamentarier gleich am Anfang ein "deutliches Zeichen für Bescheidenheit und Sparsamkeit" setzen.

In der Regel gehören dem Parlament in Wiesbaden lediglich 110 Abgeordnete an. Aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten wird der künftige Landtag auf die Rekordzahl von 137 Sitze anwachsen.

13.01 Uhr: Linke fahren in WK 13 drittmeisten Gewinne ein

Die Linke hat hessenweit im Wahlkreis 13 den drittgrößten Stimmenzuwachs verzeichnet. Insgesamt 3,5 Prozent holten die Linken in Marburg und im Ostkreis mehr. Mit ein Grund: Dort kandidierte der Marburger Landesvorsitzende Jan Schalauske als Direktkandidat. Zudem stand mit Lise Kula eine Marburgerin auf Platz 7 der Landesliste.

Gute Frage


12.56 Uhr: SPD verliert vor allem im Landkreis enorm

Die SPD hat im Wahlkreis 12 (Hinterland, Nord- & Südkreis) hessenweit die größten Stimmverluste zu verzeichnen. Im Vergleich zu vor fünf Jahren holten die Genossen gestern 15,6 Prozent weniger Stimmen. Ähnliches Bild im Wahlkreis 13 (Marburg und Ostkreis): Hier holten die Sozialdemokraten 13,5 Prozent weniger Stimmen, was das die drittgrößten Verluste in ganz Hessen bedeutet.

12.48 Uhr: Wahlbeteiligung im Landkreis bleibt stabil

Die Wahlbeteiligung im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist im Vergleich zur Landtagswahl 2013 hessenweit am geringsten gesunken. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamts hervor. Demnach sank die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 12 nur um -2,1 und im Wahlkreis 13 nur um -2,7 Prozent. Damit wies der Landkreis mit etwa 68,5 Prozent zwar nicht die höchste, aber die stabilste Wahlbeteiligung im Vergleich zu vor fünf Jahren auf. 2013 war die Wahlbeteiligung in Hessen auch deshalb so hoch, weil zeitgleich ein neuer Bundestag gewählt wurde.

12.30 Uhr: Und auch CDU-Generalsektretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will für den Parteivorsitz kandidieren (mehr Infos folgen).

12.12 Uhr: Nach dem Verzicht von Kanzlerin Angela Merkel auf den CDU-Parteivorsitz steht offenbar ein potenzieller Nachfolger bereit: Der ehemalige Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag Friedrich Merz.

11.20 Uhr: Angelika Löber (SPD) schafft es über die Landesliste in den hessischen Landtag.

10.30 Uhr: Angela Merkel  will auf Parteivorsitz verzichten

10.02 Uhr: Die Hessen-FDP steht für eine Jamaika-Koalition nicht zur Verfügung.

Montag 29. Oktober

0.05 Uhr: Anne Will: Wilder Schlagabtausch zwischen Christian Lindner und Robert Habeck

0.01 Uhr: Der ehemalige grüne Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin sieht die Grünen nach der Landtagswahl in Hessen 2018 weiter auf einem guten Weg. Die Koalitionsbildung werde sich am Ende an hessischen Problemen entscheiden, sagt Trittin im RND-Interview.

23.30 Uhr: Neue Hochrechnung

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22.50 Uhr: Felkl in Breidenbach wiedergewählt

Christoph Felkl (SPD) bleibt Bürgermeister in Breidenbach. Der 41-jährige Jurist ist mit 67,8 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Er war der einzige Bewerber für den Chefsessel im Rathaus.

Print-Ausgabe fast fertig. Zittern, dass die Technik mitspielt

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22.35 Uhr: Schäfer jagt Löber das Direktmandat ab

Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hat Angelika Löber (SPD) das Direktmandat im Wahlkreis 12 (Hinterland, Nord- und Südkreis) abgejagt. Der 52-Jährige aus Biedenkopf holte 35,1 Prozent der Erststimmen, komfortable 4321 Stimmen mehr als Löber, die auf 27,5 Prozent kam. 

 

22.22 Uhr: Bamberger gewinnt das Direktmandat

Nach zehn Jahren SPD hat Dirk Bamberger das Direktmandat im Wahlkreis 13 (Marburg und Ostkreis) für die CDU zurückgewonnen. Der Marburger holte 28,7 Prozent der Erststimmen, insgesamt 2201 Stimmen mehr als Handan Özgüven (SPD), die auf 25,3 Prozent kam. 

Langer Tag, aber wir halten durch. Versprochen!

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21.57 Uhr: Groll in Neustadt wiedergewählt

Thomas Groll (CDU) bleibt Bürgermeister in Neustadt. Der 48-Jährige ist mit 81,1 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Für Groll wird es die dritte Amtszeit. Bei der Wahl trat er ohne Gegenkandidaten an. 

Groll und Ried schlagen ein:

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21.45 Uhr: Ried siegt in Cölbe

Das Auszählen der Stimmen der Briefwähler dauerte gefühlt ewig. Aber jetzt steht es fest: Dr. Jens Ried (parteiunabhängig) hat die Bürgermeisterwahl in Cölbe gewonnen. Der 40-Jährige erhielt 55,1 Prozent aller Stimmen. Sein Vorsprung vor Carola Carius beträgt 388 Stimmen. 

21.34 Uhr: Grüne und SPD gleichauf

Auf Landesebene bleibt es spannend. Derzeit liegen Grüne und SPD jeweils bei 19.6 Prozent.

21.04 Uhr: Neue Hochrechnungen zu den Direktmandaten

Nach 73 von 159 Bezirken im Wahlkreis 13: Dirk Bamberger (Foto: links/CDU) mit 30,35 Prozent vor Handan Özgüven (SPD) mit 24,52 Prozent. Nach 149 von 171 Bezirken im Wahlkreis 12: Dr. Thomas Schäfer (Foto: rechts/CDU) mit 35,12 Prozent vor Angelika Löber (SPD) mit 27,33 Prozent.

21 Uhr: Emmerich (CDU) geht in die zweite Amtszeit

Alleinkandidat Michael Emmerich bleibt auch künftig Bürgermeister der Gemeinde Rauschenberg. Quelle: Archivfoto

76,3 Prozent der Stimmen: Ein starkes Ergebnis für Michael Emmerich bei der Bürgermeisterwahl in Rauschenberg. Der CDU-Mann geht damit in die zweite Amtszeit als Bürgermeister der Ostkreisgemeinde. Emmerich bedankte sich für das ihm zugesprochene Vertrauen. Das Ergebnis von über 75 Prozent sei eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, den er auch in Zukunft beschreiten will.

Live-Bilder aus dem Rauschenberger Rathaus:

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20.58 Uhr: Nach der Landtagswahl beraten die Parteigremien in Bund und Land morgen über ihr weiteres Vorgehen. Für CDU und SPD bedeutet das Ergebnis nach Bayern eine weitere schwere Niederlage. Beide haben in Hessen Verluste in zweistelliger Höhe erlitten, beide machen in erster Linie das Erscheinungsbild der großen Koalition in Berlin dafür verantwortlich.

Die SPD will auf Vorschlag von Parteichefin Andrea Nahles in Präsidium und Vorstand einen Kriterienkatalog beraten, wie die große Koalition künftig besser arbeiten kann und wann für die SPD eine rote Linie erreicht ist. Es gibt bereits Forderungen, ein Mitgliedervotum über einen Ausstieg aus der großen Koalition abzuhalten. Es wird mit lebhaften Debatten gerechnet.

Von der Stimmabgabe bis zur Wahlparty - wir waren mit der Kamera dabei.

Die Spitzengremien der CDU kommen unter Leitung von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin zusammen. Morgen (13 Uhr) tritt Merkel vor die Medien. Auch sie steht nach der Landtagswahl massiv unter Druck. In Hofheim trifft sich die hessische CDU am frühen Abend (17.30 Uhr) zu einem kleinen Parteitag, um über den Ausgang der Wahl zu beraten.

Ob die bisherige schwarz-grüne Regierung unter Ministerpräsident Volker Bouffier in Hessen weiterregieren kann, ist noch offen. Eine klare Mehrheit gab es nach den Hochrechnungen nur für eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP.

20.50 Uhr: Wohratal hat einen neuen Bürgermeister

Heiko Dawedeit (parteilos) hat die Bürgermeisterwahl für sich entschieden. Der 49-Jährige kam am Ende auf 54,3 Prozent der Stimmen. 

20.45 Uhr: Zwischenstand zur Bürgermeisterwahl in Neustadt

6 von 9 Wahlbezirken sind ausgezählt. 80,4 Prozent sind für Amtsinhaber Thomas Groll (CDU). Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. 

20.41 Uhr: Hessens SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel hat nach den schweren Verlusten seinen Verbleib im Amt als Landes- und Fraktionschef vorerst offen gelassen. "Wir werden uns morgen zusammensetzen in den Landesgremien, wir werden darüber reden müssen, wie wir weiter machen", sagte Schäfer-Gümbel in der ARD auf eine entsprechende Frage. Es sei ein schwerer und bitterer Abend. Er lasse sich aber die zehnjährige Aufbauarbeit in der Landespartei nach einer schweren Krise nicht kaputt machen.

Es sei unfassbar, dass die SPD, obwohl die Wähler ihr ausweislich von Umfragen in Hessen die Kompetenz zugesprochen hätten, die Probleme besser zu lösen, am Ende "die goldene Zitrone" bekomme. "Das ist ein schwerer Rückschlag, der muss Konsequenzen in Berlin haben für die inhaltliche Aufstellung der Bundespartei und darüber werden wir morgen sicher zu reden haben", sagte Schäfer-Gümbel.

Zuvor hatte Schäfer-Gümbel im hr-fernsehen gesagt: "Mein ganzes Leben hat nicht so funktioniert, dass ich einfach Sachen hinschmeiße, das werde ich auch jetzt nicht tun." Grund für das Ergebnis seien Fehler auf Bundesebene.

20.32 Uhr: Die schmerzhaften Verluste für CSU und CDU in Bayern und Hessen sind nach den Worten von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer "ein klarer Befund von Unzufriedenheit" mit der großen Koalition im Bund. "Die Menschen wollen jetzt ganz konkrete Ergebnisse sehen", sagte Kramp-Karrenbauer in der Berliner Runde des ZDF. Die große Koalition von CDU, CSU und SPD müsse sich jetzt über ihre großen Projekte verständigen.

Die GroKo-Vertreter Kramp-Karrenbauer, SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil und sein CSU-Kollege Markus Blume waren in der Runde bemüht, sich nicht gegenseitig die Verantwortung für die jüngsten Landtagswahlergebnisse zuzuschieben. Klingbeil sagte, die SPD müsse ihr Profil der sozialen Gerechtigkeit deutlich machen. Es gebe Fragen, die die SPD dringend klären müsse, etwa: "Wie sieht ein Sozialstaat der Zukunft aus?" CSU-Generalsekretär Blume unterstrich, die Unionsparteien als Volksparteien müssten wieder zu ihrer alten Bindekraft für die Wähler zurückfinden.

So beurteilt Lindner die Lage


20.25 Uhr: Bamberger hat im Duell ums Direktmandat im Wahlkreis 13 (Marburg und Ostkreis) weiter die Nase vorn. Er liegt derzeit bei 33,6 Prozent, Özgüven bei 25,33 Prozent. 53 von 159 Wahlbezirken sind ausgezählt. 

20.21 Uhr: Nach 76 von 89 Wahlbezirken in Marburg liegen die Grünen mit 26,4 Prozent weiter vorne. Dahinter folgen die CDU mit 20,9 und die SPD mit 19,7 Prozent. Die Linke kommt auf 14,1, AfD auf 7,7 und FDP auf 5,7 Prozent.

Wie geht es eigentlich den Linken?

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20.18 Uhr: Schäfer deutlich vor Löber

Nach 98 von 171 Wahlbezirken liegt Dr. Thomas Schäfer (CDU) im Wahlkreis 12 mit 35,64 Prozent der Stimmen deutlich vor seiner ärgsten Konkurrentin Angelika Löber (SPD, 27,02 Prozent). Noch fehlen aber gut 43 Prozent der Stimmen des Wahlkreises. 

20.12 Uhr: Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) sieht die Hessenwahl als "weitere bittere Niederlage" für seine Partei. "Die SPD braucht endlich wieder ein klares Profil", sagte er. Dass SPD und CDU in Hessen zusammen 20 Prozentpunkte verloren hätten, spreche eine klare Sprache. Die SPD müsse in der großen Koalition im Bund endlich für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen, den Menschen gute Arbeit und Renten garantieren und Hartz IV überwinden. "Aber es wird sicher schwer werden, wieder Vertrauen und mehr Wählerstimmen zu gewinnen."

20.08 Uhr: Nach einer neuen Hochrechnung im hr-Fernsehen liefern sich SPD und Grüne in Hessen hinter der CDU ein enges Rennen. Nach der Hochrechnung um 19.21 Uhr kamen SPD und Grüne auf jeweils 19,5 Prozent. Nach den Berechnungen von Infratest dimap liegt die CDU mit 27,8 Prozent klar vorne. Als viertstärkste Kraft wird die AfD (12,5 Prozent) erstmals in den Landtag in Wiesbaden einziehen. Auch die FDP mit 7,9 Prozent und Linke mit 6,0 kommen damit sicher über die Fünf-Prozent-Hürde.

Die CDU erreicht nach der Hochrechnung 33 Sitze im Landtag mit eigentlich 110 Abgeordneten. SPD und Grüne kommen auf je 23 Sitze, die AfD auf 15, die FDP auf 9, die Linke auf 7. Die genaue Sitzverteilung und die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Landtag sind aber noch unklar, da es zu Überhang- und Ausgleichsmandaten kommen könnte.

20.06 Uhr: Zwischenstand zur Bürgermeisterwahl in Rauschenberg

Das wird eine klare Sache. 6 von 8 Wahlbezirken sind ausgezählt. 78,4 Prozent wollen, dass Michael Emmerich (CDU) weitermacht. 

20.06 Uhr: Zwischenstand zur Bürgermeisterwahl in Cölbe

Carius und Ried liefern sich ein knappes Rennen. Aktuell liegt Ried vorn mit 50,1 Prozent der Stimmen. 4 von 10 Wahlbezirken müssen noch ausgezählt werden.

20.05 Uhr: Die hessischen Grünen haben sich grundsätzlich offen für eine erneute schwarz-grüne Koalition gezeigt. Natürlich werde man, wenn es rechnerisch möglich sei, miteinander sprechen, sagte Grünen-Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir in der ARD. Das gelte für alle demokratischen Parteien. "Das ist unser historisch bestes Ergebnis, so grün war Hessen noch nie", sagte Al-Wazir. 

20.03 Uhr: AfD-Spitzenkandidat Rainer Rahn hat eine konstruktive Zusammenarbeit seiner Partei in der Opposition angekündigt. "Wir sind jetzt außer der SPD die einzige Partei, die in allen 16 Landtagen vertreten ist", sagte Rahn im ZDF. "Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein und werden als starke Opposition in den Landtag einziehen." Im hr-Fernsehen kündigte Rahn an, seine Partei werde "konstruktiv mit den anderen zusammenarbeiten". Über das Abschneiden seiner Partei äußerte er sich sehr zufrieden. "Für uns ist das ein historisches Wahlergebnis." Die AfD habe sowohl relativ als auch absolut gegenüber der letzten Landtagswahl am meisten zugelegt.

20.01 Uhr: Freude bei der Marburgerin Elisabeth Kula (Die Linke):

19.59 Uhr: Der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel sieht keinen Anlass für personelle Konsequenzen an der Spitze seiner Partei im Bund. "Wir haben ein bisschen häufig unsere Vorsitzenden ausgetauscht, und es hat ehrlich gesagt im Ergebnis auch nichts gebracht", sagte Schäfer-Gümbel in der ARD. Es gebe keine Veranlassung, über Personalien zu reden. Der eigentliche Punkt sei, dass wieder erkennbar werde, für was die SPD stehe, sagte der SPD-Bundesvize. Das müsse auf Bundesebene geschehen. Auch die hessische SPD werde nicht zur Tagesordnung übergehen und an diesem Montag beraten, wie es weitergehen könne. "Chaostage" würden aber nicht ausbrechen.

Die FDP sortiert das Ergebnis noch für sich:

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19.57 Uhr: Die SPD-Chefin Andrea Nahles hat sich bestürzt über die Stimmenverluste ihrer Partei gezeigt. "Zu den Verlusten der SPD in Hessen hat die Bundespolitik erheblich beigetragen", sagte sie in Berlin. "Der Zustand der Regierung ist nicht akzeptabel." Die Koalitionspartner CDU und CSU müssten ihre inhaltlichen und personellen Konflikte in der großen Koalition schnell lösen, forderte Nahles.

Sie wolle das Schicksal der SPD jedoch nicht in die Hände ihres Koalitionspartners legen, betonte die SPD-Vorsitzende. "Es muss sich in der SPD etwas ändern." Die SPD habe eine Menge Arbeit vor sich. Es müsse geklärt werden, wofür die Partei jenseits der Regierungspolitik stehe. "Wir haben uns für diese Klärung mehr Zeit nehmen wollen. Ich stelle fest: Diese Zeit haben wir nicht." 

19.52 Uhr: Nach 49 von 89 Wahlbezirken liegen die Grünen in der Stadt Marburg mit 25,0 Prozent vorn. Dahinter folgen CDU mit 22,4 und SPD mit 20,2 Prozent. Die Linke liegt bei 12,9, AfD bei 8,5 Prozent, FDP bei 5,8.

19.47 Uhr: Bürgermeisterwahl in Neustadt

Das Ergebnis aus Speckswinkel ist da: Indem Ortsteil haben sich 80,04 Prozent der Wahlgänger für den Alleinkandidaten Thomas Groll (CDU) ausgesprochen. Dementsprechend versagten ihm dort 19,06 Prozent die Stimme. In acht Orten wird weiter ausgezählt.

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll. Quelle: Florian Lerchbacher

19.37 Uhr: Bürgermeisterwahl in Cölbe

3 von 10 Wahlbezirken sind ausgezählt. Carola Carius liegt aktuell mit 57,8 Prozent der Stimmen vorn. Für Dr. Jens Ried ist noch alles drin.

19.36 Uhr: Im Rennen um die Direktmandate im Kreis haben Schäfer (CDU) und Bamberger (CDU) weiter die Nase vorn. Schäfers Vorsprung vor Löber liegt aktuell bei bei 7 Prozentpunkten, Bambergers Vorsprung vor Özgüven beträgt sogar neun Prozentpunkte. Mehr als die Hälfte der Wahlbezirke fehlen noch. 

19.35 Uhr: Die Linke hat nach ersten Hochrechnungen ihr bisher bestes Ergebnis in Hessen erreicht. "Wir haben unser wichtigstes Wahlziel erreicht", sagte Spitzenkandidatin Janine Wissler in Wiesbaden. Klar sei, dass das Wahlergebnis "eine verdiente Klatsche" für die Große Koalition sei, sagte Wissler. 

19.31 Uhr: Der Grünen-Spitzenkandidat und hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sieht in den kräftigen Zugewinnen für seine Partei einen Auftrag für seine Partei. "Es gab sehr viele Menschen, die in diesem Wahlkampf auf uns zugekommen sind, und gesagt haben, wir finden es gut, dass Ihr euch um die Sache kümmert, wir finden es gut, dass ihr nicht um euch selbst kreist, so wie die große Koalition in Berlin.! Deshalb das Wahlergebnis vor allem ein Auftrag, weiterzumachen in Sachen Energiewende, Agrarwende, Verkehrswende, sagte Al-Wazir, !und es ist ein Auftrag, diese offene Gesellschaft, auf die wir stolz sind, zu verteidigen!, sagte Al-Wazir.

19.28 Uhr: Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat sich zufrieden gezeigt. "Wir haben unsere Wahlziele allesamt erreicht", sagte er mit Blick auf den Einzug seiner Partei in den nunmehr 16. Landtag. Der Frage nach einer Koalition mit der CDU in Hessen erteilte er eine Absage. "Wir sehen im Moment auch keine Grundlage für eine solche Zusammenarbeit", sagte Meuthen. "Wir machen das, was wir in den anderen Landtagen und im Bundestag auch schon machen: nämlich gute, konstruktive Oppositionsarbeit."

Auch im Landkreis feiern die Grünen

19.26 Uhr: Sandra Laaz, Direktkandidaten der Grünen im Wahlkreis 12, spricht von einem historischen Ergebnis. "Es zeigt, das die Politik der Vernunft über rechte Hetze und Populismus steht." Laaz ist übrigens sehr optimistisch, dass die Grünen weiter mitregieren in Hessen.

Die Grünen-Direktkandidatin Sandra Laaz gießt Sekt ein. Quelle: Nadine Weigel

19.23 Uhr: FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki sieht das Ende der großen Koalition auf Bundesebene näherrücken. "Dass CDU und SPD jeweils um die zehn Prozent verloren haben, hat vor allem mit der miserablen Performance in Berlin zu tun", sagte Kubicki. Die Zentrifugalkräfte innerhalb der Berliner Koalition würden jetzt nur noch sehr schwer kontrollierbar. "Der hessische Wähler hat deutlich gemacht, dass Angela Merkels Chaostruppe fertig hat."

19.20 Uhr: Hessens CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier geht davon aus, dass er nach der Landtagswahl im Amt bleiben wird. "Wir werden erneut den Anspruch erheben, die Landesregierung in Hessen anzuführen. Wir sind klar stärkste Fraktion", sagte Bouffier in Wiesbaden. Er kündigte Gespräche mit den anderen Parteien für die nächsten Tage an, nur für die Linke und die AfD werde es keine Einladung geben. Zugleich räumte Bouffier Verluste für die CDU ein: "Wir haben schmerzliche Verluste erlitten, das macht uns demütig, das nehmen wir ernst." 

19.18 Uhr: Der erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU) ist in Cölbe. Er kommentiert das Ergebnis der Landtagswahl so: "Wir können mit dem Ergebnis als CDU nicht zufrieden sein. Der ,Profilierungsstreit' in Berlin hat zum schlechten Ergebnis beigetragen."

19.15 Uhr: Die FDP könnte nach ersten Prognosen mit 7,2 Prozent wieder in den Hessischen Landtag einziehen. "Man hat es uns nicht leicht gemacht in diesem Wahlkampf", sagte FDP-Spitzenkandidat René Rock. "Vor fünf Jahren haben wir gezittert, heute zittern andere, ob sie an der Macht bleiben." Die FDP habe viel dazu beigetragen.

19.13 Uhr: Nach den herben Verlusten für die SPD hat Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel eine schwere Niederlage für seine Partei eingeräumt. "Das ist eine bittere Niederlage, und da gibt's auch nichts dran herumzudeuteln", sagte Schäfer-Gümbel. Die SPD habe die Kompetenz für Themen wie Wohnen und Schulen zugeschrieben bekommen, aber dennoch das Rennen verloren. "Das Ergebnis zeigt sehr eindeutig, dass die Möglichkeiten begrenzt sind, gegen einen übermächtigen Bundestrend mit den eigenen Themen im Land zu gewinnen", erklärte Schäfer-Gümbel. "Wir haben nicht nur keinen Rückenwind aus Berlin erhalten, sondern wir hatten regelmäßig Sturmböen im Gesicht."

19.10 Uhr: In Cölbe steigt die Spannung in Sachen Bürgermeisterwahl. Die Gemeindehalle füllt sich langsam. Kandidatin Carola Carius ist schon da.

Und die CDU gerade so:

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19.06 Uhr: Die Linke-Vorsitzende Katja Kipping hat sich enttäuscht gezeigt. "Man wünscht sich immer mehr. Auch den Umfragen zufolge hatten wir uns noch ein paar Prozente mehr erhofft", sagte sie. Für die Bundespolitik sehe sie jedoch ein klares Signal: "Diese Wahl heute war eine Denkzettelwahl für die große Koalition." Sie freue sich, dass die Linke wieder in den Landtag einziehe. "Die Linke war immer die Lobby für alle, die sich keine Lobbyisten leisten konnte."

19.03 Uhr: Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck sieht seine Partei weiterhin in der Verantwortung für die Politik im Land. "Wir sind immer bereit, Verantwortung zu übernehmen", sagte Habeck. "Ob Zweiter oder Dritter, das ist nicht die entscheidende Frage." Aus Habecks Sicht zeigt die Wahl auch, dass es eine Tendenz weg von mehr Stimmen für rechtere Parteien gebe. "Wir freuen uns, dass in den letzten Monaten ein Trend gedreht wurde, dass man meinte, Wahlen immer nur am rechten Rand gewinnen zu können", sagte Habeck.

19.01 Uhr: Die hessische SPD hat sich von ihren Verlusten bei der Landtagswahl schwer enttäuscht gezeigt. Sie sei "entsetzt", sagte die Generalsekretärin der Hessen-SPD, Nancy Faeser, in der ARD. "Mit diesem Ergebnis haben wir so nicht gerechnet", sagte Faeser. Grund sei die Bundespolitik. Es habe nicht nur Gegenwind aus Berlin gegeben, sondern es seien "ganze Sturmböen gekommen". Das Ergebnis sei eine Art Misstrauensvotum gegen die SPD. Der Landesverband sei zwar im Wahlkampf anfangs mit seinen Themen Wohnraum, Mobilität und Bildung durchgekommen, am Ende habe er sich aber gegen den negativen Trend aus Berlin nicht durchsetzen können. "Ich glaube, dass die SPD in einer tiefen Vertrauens- und Glaubenskrise ist", sagte Faeser.

19 Uhr: Zwischenstand Bürgermeisterwahl in Wohratal

Nach zwei von vier Bezirken: Heiko Dawedeit führt mit 63,8 Prozent, Manfred Dönges liegt bei 36,2 Prozent. Aber: Die großen Bezirke fehlen noch.

18.59 Uhr: Die ersten Wahlkreisstimmen laufen ein. Aktuell liegt Dr. Thomas Schäfer (CDU) vor Angelika Löber (SPD) im Wahlkreis 12 und Dirk Bamberger (CDU) vor Handan Özgüven (SPD) im Wahlkreis 13. Aber es sind bislang nicht mal zehn Prozent der Wahlbezirke ausgezählt. Hier geht es zu den Ergebnissen: 

Wahlkreisstimmen WK12

Wahlkreisstimmen WK13

18.55 Uhr: Zweite herbe Enttäuschung für die Berliner Regierungsparteien binnen zwei Wochen: Wie schon in Bayern haben Union und SPD auch bei der Landtagswahl in Hessen massive Verluste erlitten. Die CDU von Ministerpräsident Volker Bouffier blieb am Sonntag zwar stärkste Kraft, fuhr nach den Prognosen von ARD und ZDF aber ihr schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland seit mehr als 50 Jahren ein. Die SPD von Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel erzielte ihr schlechtestes Landesergebnis jemals. Große Wahlgewinner sind die Grünen mit ihrem bislang besten Abschneiden bei einer Hessen-Wahl und die AfD

Die Rechtspopulisten zogen erstmals in den Landtag ein und sind nunmehr in allen 16 Landesparlamenten vertreten. Auch FDP und Linke bleiben im Landtag in Wiesbaden - damit bekommt Hessen erstmals ein Sechs-Parteien-Parlament.

Und die SPD? So traurig über die fehlenden Stimmen:

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Die AfD ist recht zufrieden: 


Währenddessen bei den Grünen: 
 

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18.33 Uhr: Große Gewinner sind die Grünen und die AfD. Wie es für die bisherige schwarz-grüne Regierung in Hessen weitergeht, ist offen. Laut ZDF hat derzeit nur ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP eine Mehrheit.

18.32 Uhr: Der Sprecher der hessischen AfD, Robert Lambrou, hat seine Partei nach der Hochrechnung als einen der Wahlgewinner des Abends bezeichnet. "Jetzt können wir endlich mitgestalten und Oppositionsarbeit machen", sagte Lambrou nach der Prognose im hr-Fernsehen. Dass die AfD nicht noch besser abgeschnitten habe, hänge an der Kampagne von Ministerpräsident und CDU-Chef Volker Bouffier gegen sie. "Wir sind keine Gefahr für Deutschland, wir sind eine Gefahr für das Wahlergebnis der CDU."

18.29 Uhr: Hessens CDU-Generalsekretär Manfred Penz hat sich trotz der starken Verluste seiner Partei bei der Landtagswahl zuversichtlich gezeigt. Die Christdemokraten seien mit Abstand die stärkste Kraft in Hessen. "Ich glaube es ist ein Zeichen, dass in Hessen sozusagen stabile Verhältnisse es auch in Zukunft geben soll. Und so nehmen wir das erstmal", sagte er. Zugleich machte er die Bundespartei für das Abschneiden der CDU mitverantwortlich. "Wenn ein Dreivierteljahr im Bund gestritten wird, dann geht das nicht spurlos auch hier durch Hessen", sagte er.

Ach, SPD!


18.26: Die AfD Marburg-Biedenkopf feiert:

Eric Markert gratuliert karl Hermann Bolldorf (rechts) zum Einzug in den Landtag.

18.23 Uhr: Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Günter Rudolph, hat die große Koalition in Berlin für das schlechte Abschneiden der SPD in Hessen verantwortlich gemacht. "Die große Koalition hat sich mit sich selbst beschäftigt, statt Probleme zu lösen", sagte er im hr-Fernsehen. "Da war ein Orkan aus Berlin, der auf uns nieder gegangen ist."

Naja, wir wollen schon noch wissen, wer die Direktmandate im Kreis geholt hat


18.18 Uhr: Die jüngsten Prognosen besagen: Das schlechteste Ergebnis der CDU in Hessen seit mehr als 50 Jahren und das schlechteste Landesergebnis der SPD jemals.

Die Grünen feiern: 


Hier gibt es mehr Infos zu den ersten Hochrechnungen

Ups: 


Gute Frage!


Und noch was von der heute-show:


17.01 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung in Kirchhain

Foto aus dem Wahllokal Alsfelder Straße in Kirchhain. Rund 70 Prozent Wahlbeteiligung einschließlich Briefwahl bisher.

16.53 Uhr: Damit ihr die Ergebnisse später besser einordnen könnt – hier nochmal die Ergebnisse von 2013:

Partei

Wahl 2013

Wahl 2009

Veränderung

CDU

38,3

37,2

+1,1

SPD

30,7

23,7

+7,0

Grüne

11,1

13,7

-2,6

Linke

5,2

5,4

-0,2

FDP

5,0

16,2

-11,2

AfD

4,1

-

+4,1

Die Wahlbeteiligung lag bei 73,2 Prozent (plus 12,2 Prozent), was auch daran lag, dass parallel der Bundestag gewählt wurde.

Währenddessen in Berlin...


Ihr seid noch nicht zur Wahl gegangen? Dann los:

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16.19 Uhr: Während CDU und SPD mit Verlusten rechnen müssen, können sich die Grünen auf Stimmenzuwachs freuen. Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir sagte bei seinem Wahlgang in Offenbach: "Ich glaube, wir haben eine Chance, als Grüne ganz gut abzuschneiden". Er wünsche sich ein Ergebnis, dass die Grünen so stark mache, "dass an uns keiner vorbeikommt". Noch wisse man nicht, wie die Wahl ausgehe. "Dann wird man sehen, was rechnerisch geht und was in der Sache geht." Klar sei: "Alle demokratischen Parteien müssen untereinander gesprächsfähig sein."

16.04 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier sagte in Gießen, wo er mit seiner Familie wählen ging: "Wir haben eine hohe Anerkennung für unsere Arbeit erzielt und deshalb bin ich auch zuversichtlich, dass wir ein erneutes Mandat bekommen". Die CDU habe den Anspruch, als entscheidende Kraft die neue Landesregierung zu bilden - "am besten im Zweierbündnis".

15.55: Der SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel gab sich bei seinem Urnengang gegen 10 Uhr in Lich optimistisch. "Ich habe in den letzten Tagen gemerkt, dass wirklich viel in Bewegung ist", sagte er. Er glaube, dass die meisten Hessen wissen, "dass es heute nicht um die große Koalition in Berlin geht, sondern dass es darum geht zu entscheiden, ob wir mehr bezahlbaren Wohnraum, modernere Schulen und Stadt und Land besser miteinander verbunden bekommen."

15.20 Uhr: Bis zum Nachmittag hat sich eine etwas niedrigere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren abgezeichnet, damals fand der Urnengang aber auch parallel zur Bundestagswahl statt. Die Landeswahlleitung in Wiesbaden sprach am Sonntag von 38,8 Prozent bis um 14 Uhr. Das hätten Abfragen in den fünf kreisfreien Städten Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Offenbach und Kassel ergeben. 2013 hatte der Wert zu der Uhrzeit demnach bei 40,9 Prozent gelegen. Bei der Landtagswahl 2009 waren um 14 Uhr nur 29,7 Prozent und damit deutlich weniger als nun gezählt worden.

Trefft eine gute Wahl:

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Beim Ablauf der Wahl gebe es bislang keine Probleme, sagte Landeswahlleiter Wilhelm Kanther am Sonntag. "Die Sache ist voll im Gange." Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet. 

15.13 Uhr: In Rauschenberg, 
Neustadt und Wohratal 
bestimmen die Bürger am Sonntag ihre Bürgermeister. In Wohratal haben sie tatsächlich 
eine Auswahl, in den beiden anderen Kommunen tritt je ein Kandidat an.

15.10 Uhr: Was wäre, wenn? Die Umfragen lassen für Sonntag eine spannende, offene Landtagswahl in Hessen erwarten. Fest steht immerhin, dass das Ergebnis weit über Hessen hinaus in die Bundespolitik ausstrahlen wird – bis hinein in die Spitzen von CDU und SPD. Hier finden Sie ein paar Gedankenspiele.

15.02 Uhr: Am diesen Sonntag findet die Landtagswahl in Hessen statt. Der gesamte Wahlabend wird von zahlreichen TV-Sendern sowie Livestreams übertragen und in verschiedenen Sendungen aufgearbeitet. Wir stellen Ihnen einen Überblick aller TV-Übertragungen und Livestreams zur Landtagswahl in Hessen zur Verfügung.

Sonntag, 28. Oktober, 14:45 Uhr:  Hier noch einmal Aufruf zur Wahl:

So kann man es natürlich auch machen (Twitterreaktion):


Hier geht es zu den OP-Wahltalk-Videos.

Hier finden Sie die komplette Berichterstattung der Oberhessischen Presse zur Landtagswahl 2018.

Zahlen und Fakten

essen hat rund 6,24 Millionen Einwohner, davon sind etwa 4,38 Millionen Männer und Frauen wahlberechtigt. Knapp 62 000 junge Menschen dürfen zum ersten Mal überhaupt bei einer Landtagswahl ihre Kreuzchen machen. Es treten 23 Parteien an, auf den Landeslisten stehen die Namen von 691 Bewerbern. In den 55 Wahlkreisen gibt es 413 Direktkandidaten.

Wahlrecht

Die Wähler in Hessen dürfen zwei Kreuze machen. Mit der Erststimme oder Wahlkreisstimme wählen sie einen Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis, mit der Zweitstimme oder Landesstimme eine Partei. Die Zweitstimme ist entscheidend für die Zusammensetzung des neuen Landtags und die Kräfteverhältnisse.

Parlament

Der Landesverfassung zufolge gehören dem Landtag in der Regel 110 Abgeordnete an. Erringt eine Partei aber mehr Direktmandate in den 55 Wahlkreisen, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden, kommt es zu Überhang- und Ausgleichsmandaten - sprich: Auch für die anderen Parteien ziehen noch weitere Kandidaten in den Landtag ein, bis das Verhältnis wieder einigermaßen stimmt.

Sitzverteilung

Stärkste Kraft in Hessen bei der Landtagswahl 2013 wurde die CDU. Sie holte 38,3 Prozent der Stimmen, was ihr 47 Sitze brachte. Dahinter lag die SPD mit 30,7 Prozent und 37 Sitzen. Auf Platz drei schafften es die Grünen mit 11,1 Prozent und 14 Sitzen. Auf je 6 Sitze kamen Linke (5,2 Prozent) und FDP (5,0 Prozent). Die AfD verfehlte damals mit 4,1 Prozent den Einzug in den Landtag.

Regierung

Hessen hat sich schon öfters als Politiklabor erwiesen - unvergessen bis heute ist der Auftritt des Grünen Joschka Fischer in Turnschuhen bei seiner Vereidigung 1985 als Umweltminister. Damals war dies die erste rot-grüne Landesregierung. 2008 scheiterte SPD-Chefin Andrea Ypsilanti, die den Landtag nun verlässt, mit dem Versuche, eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung durch die Linke zu schmieden. Derzeit regiert eine schwarz-grüne Koalition unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), was 2013 ein Novum für Hessen war.

Umfragen

CDU und SPD schwächelten zuletzt in den Umfragen. Die Christdemokraten fielen in der politischen Stimmung teilweise auf 26 Prozent, behauptete sich damit aber noch als stärkste Kraft. Mit deutlichem Abstand dahinter folgt die SPD mit zuletzt 20 bis 21 Prozent, in einer Umfrage schaffen es auch die Grünen auf Platz zwei. Erstmals wird die AfD aller Voraussicht nach den Einzug in den Landtag schaffen - sie wäre damit in allen 16 Landesparlamenten vertreten. Auch Linke und FDP haben den Demoskopen zufolge gute Chancen, den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen.

Optionen

Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Je nachdem, welche Umfrage man zugrunde legt, sind die unterschiedlichsten Bündnisse möglich. Eine ZDF-Umfrage vom 18. Oktober beispielsweise sieht eine Neuauflage der amtierenden schwarz-grünen Landesregierung als mögliche Option, dabei käme es aber noch auf die Sitzverteilung an. Rechnerisch möglich wäre laut dieser Befragung unter anderem auch ein Bündnis von Grünen, SPD und Linken.

Hier geht es zu den Live-Ergebnissen:

Wahlkreisstimmen WK12

 

Wahlkreisstimmen WK13

 

Landesstimmen WK12 Ergebnisse

 

Landesstimmen WK13 Ergebnisse