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Hessen Landeskriminalämter warnen vor Legal Highs: "Russisches Roulette"
Mehr Hessen Landeskriminalämter warnen vor Legal Highs: "Russisches Roulette"
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05:35 09.11.2015
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). Quelle: Sören Stache/Archiv
Wiesbaden/Frankfurt/Mainz

Getarnt werden die Rauschmittel zum Beispiel als Kräutermischungen oder Badesalz. Vertrieben werden sie in vermeintlich harmlosen, bunten Tütchen im Internet. Da die Wirkstoff-Kombinationen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, gelten Legal Highs unter Konsumenten als legal.

Dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden sind Fälle in ganz Deutschland bekannt. Das LKA Rheinland-Pfalz schlug Mitte Oktober Alarm und sprach eine eindringliche Warnung aus. Im laufenden Jahr seien bereits rund 70 Fälle bekannt, bei denen Konsumenten von Ärzten oder Notärzten behandelt werden mussten. Zittern, Herzrasen, Kreislaufzusammenbruch, Orientierungs- und Bewusstlosigkeit sowie Herzstillstand können die Folgen des Konsums sein. In Hessen hat es nach LKA-Angaben im vergangenen Jahr einen Todesfall gegeben.

"Diese Mittel zu nehmen, ist wie russisches Roulette", mahnte der Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen, Wolfgang Schmidt-Rosengarten, in Frankfurt. "Das Fatale ist: Die Konsumenten wissen nicht, welche Wirkstoffe in welcher Konzentration enthalten sind." Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), will mit einem Gesetz gegen die Designer-Drogen vorgehen.

dpa