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Hessen LKA hat Türsteherszene im Visier: Verbindungen zu Hells Angels
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14:15 25.11.2014
Wiesbaden/Neubrandenburg

Bis zu 1000 Euro pro Person sollen an Mitarbeiter einer Industrie- und Handelskammer (IHK) in Mecklenburg-Vorpommern geflossen sein, sagte ein LKA-Sprecher heute in Wiesbaden. Auf die Spur der Tatverdächtigen aus dem Rhein-Main-Gebiet sei die Behörde bei Ermittlungen gegen die Rockergruppe Hells Angels gekommen.

Für ihre Tätigkeit im Sicherheitsgewerbe benötigten die Männer laut LKA eine Sachkundebescheinigung nach der Gewerbeordnung. In der Regel liege die Durchfallquote bei dieser Prüfung bei 40 bis 60 Prozent. Alle 91 Teilnehmer hätten jedoch die Prüfung bei der IHK Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) bestanden. Ermittlungen liefen daher auch gegen drei IHK-Mitarbeiter wegen Bestechlichkeit, erklärte der Sprecher.

Die Ermittler hatten am Dienstag jeweils drei Objekte in Hessen und im Nordosten durchsucht, darunter Wohnungen und ein Sportstudio. Dabei seien Unterlagen, ein Handy und ein Schlagring sichergestellt worden. Zuvor hatte es laut LKA bereits im Juli diesen Jahres Durchsuchungen in zehn Objekten bei den Prüfungsteilnehmern sowie den Büroräumen der IHK gegeben.

dpa