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Koch nennt keine Gründe für Rückzug

Pressekonferenz Koch nennt keine Gründe für Rückzug

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch legt im Laufe des Jahres alle politischen Ämter nieder. Das erklärte er am Dienstagmittag in einer Pressekonferenz. Konkrete Gründe für den Rückzug nannte er nicht, gesundheitliche Gründe schloss er jedoch aus. Seinen Vorschlag für seine Nachfolge als Ministerpräsident will er am Abend den Kreisverbänden mitteilen.

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Kochs Freundschaft mit dem Dalai Lama wird wohl vom Rückzug des hessischen Ministerpräsidenten aus der Politik unberührt bleiben.

Quelle: Archivfoto

Wiesbaden . In einer Pressekonferenz am Mittag sagte der scheidende Ministerpräsident in Wiesbaden. "Ich habe zu meinem 50. Geburtstag gesagt, ich wollte langfristige bürgerliche Mehrheit erreichen. Die ist jetzt stabil." Es habe ihm außerordentlich großes Vergnügen bereitet, mehr als ein Jahrzehnt lang Ministerpräsident zu sein. Er habe Immer sehr großen Wert auf Balance zwischen Politik auf der einen und Selbstständigkeit und Unabhängigkeit auf der anderen Seite gelegt.

Nachdenklich kennt man Ministerpräsident Roland Koch auch.

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"Politik ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, aber Politik ist nicht mein Leben", sagte Koch. "Ich habe mir den Zeitpunkt sehr genau ausgesucht. Nicht vor und irritierend für eine NRW-Landtagswahl und nicht nach der Wiederwahl als Landesvorsitzender." So wird es von Koch keine Kandidatur mehr für Landesvorsitz der hessischen CDU beim Landesparteitag am 12. Juni geben. Am 31. August wird Koch sein Amt als Ministerpräsident und als Abgeordneter aufgeben. Im November wird er nicht mehr erneut für das Amt des stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden kandidieren.

Koch sagte, er habe die feste Absicht, sich ein paar Monate Zeit zu nehmen zur Rückkehr in ein normales Leben. Er gehe nicht ganz ohne Plan. "Eins ist ganz sicher: Sie werden mich noch ganz lange Zeit nicht auf der Pensionsliste des Landes Hessen sehen", sagte Koch, der betonte, er habe die Entscheidung vor dem Hintergrund großer persönlicher Zufriedenheit gefällt.

"Ich gehe diesen Weg in der festen Überzeugung, dass er richtig ist. Ein ungewöhnliches Privileg, selbst zu entscheiden, wann es genug ist." Gesundheitliche Gründe hätten keine Rolle für den Rückzug gespielt, sagte der studierte Jurist Koch, der offenbar wieder in die Wirtschaft zurückkehren will.

Koch bestätigte Gerüchte, dass auch Landwirtschaftsministerin Silke Lautenschläger ebenfalls zurücktritt, sie werde aber vorerst im Landtag bleiben. Das hatte die FAZ am Morgen mit Lautenschlägers Begründung gemeldet, Koch sei ihr politisches Vorbild gewesen.

Die Nachrichtenagentur DAPD hatte am Morgen gemeldet, Koch beabsichtige einen Wechsel in die Wirtschaft. Bei der Pressekonferenz bestätigte er, dass er wieder in der Privatwirtschaft arbeiten wolle, gab aber keine konkreten Hinweise darauf, was er zu tun beabsichtigt. Als Nachfolger für Koch wird der hessische Innenminister Volker Bouffier gehandelt.

Was sagen die Marburger zu Kochs Rücktritt? Manchmal so böse Sachen, dass wir's in unserem Video "piepsen" mussten:

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Der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Roland Koch will sich aus der Politik zurückziehen.

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