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Hessen Kinderschutz-Konzept in Frankfurt erweitert
Mehr Hessen Kinderschutz-Konzept in Frankfurt erweitert
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13:30 16.11.2015

Das seit Jahren immer weiter ausgebaute Konzept soll Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Vernachlässigung schützen.

In den "Kinderschutzordnern" werden unter anderem die Kriterien für Kindeswohlgefährdung erklärt und konkrete Handlungsschritte im Verdachtsfall aufgelistet. "Niemand soll sich fragen müssen: Bin ich jetzt hysterisch? Und was soll ich denn nun tun?", erklärte Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne). Die Handreichung solle sicherstellen, "dass kein Kind durchs Raster fällt".

2014 wurden in der Stadt, in der rund 100 000 Kinder leben, 1732 sogenannte Gefährdungseinschätzungen erstellt, wie Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) berichtete. In rund der Hälfte der Fälle lag tatsächlich eine Gefährdung vor. Häufig handelte es sich um Vernachlässigung - etwa Kinder, die im Winter mit Sandalen laufen mussten oder hungrig zur Schule kamen.

Wichtigster Baustein des Kinderschutz-Konzepts ist seit 2008 eine Telefonhotline, die in Verdachtsfällen weiterhilft. 2014 gingen laut Birkenfeld mehr als 4500 Anrufe ein, darunter 750 Verdachtsfälle.

dpa