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Kinder legen Steine auf Bahngleise

Regiotram macht Schnellbremsung Kinder legen Steine auf Bahngleise

Zwei Kinder, zehn und elf Jahre alt, haben am vergangenen Freitag ein gefährliches Spiel an den Bahngleisen bei Immenhausen im Kreis Kassel getrieben, meldet die Bundespolizei Kassel.

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Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.

Quelle: Bundespolizei

Immenhausen. Die Kinder sollen gegen 16.30 Uhr mehrere Schottersteine aus dem Gleisbett genommen und auf einer Länge von rund zwei Metern, hintereinander auf die Schienen gelegt haben, teilt die Polizei mit.

Der Lokführer einer Regiotram, die in Richtung Immenhausen fuhr, erkannte das Hinderniss und legte eine Schnellbremsung ein. Er war schon kurz vorher wegen spielender Kinder gewarnt worden.

Er befuhr den Streckenabschnitt deshalb bereits mit geminderter Geschwindigkeit. Kurz vor den Hindernissen kam die Tram zum Halten. Die 60 Reisenden des Nahverkehrszuges wurden von der Schnellbremsung überrascht, blieben aber unverletzt. Bundespolizisten trafen die Kinder an der Bahnstrecke an. Beide räumten ihre Tat ein. Die Beamten sprachen mit beiden, brachten sie zu den Eltern und belehrten die Minderjährigen über die Gefahren ihrer Handlungen. Fünf nachfolgende Züge verspäteten sich um jeweils rund 15 Minuten. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Gefährliche Situationen durch Schnellbremsungen

Kommt es in solchen Fällen zu Schnellbremsungen, so werden Reisende im Zug meist überrascht. Die Gefahr, sich durch Stürze und umher fliegende Gegenstände zu verletzen, ist groß.

Hinweis der Bundespolizei
Züge können durch das Überfahren von Gegenständen entgleisen oder es entstehen Schäden, die erst Wochen später zu Unfällen führen können. Beim Überfahren solcher Gegenstände spritzen diese mit hoher Geschwindigkeit weg und gefährden umherstehende Personen erheblich. Solche Handlungen haben in der Regel strafrechtliche und zivilrechtliche Folgen. Neben einem Strafverfahren müssen die Verursacher auch mit Schadenersatzansprüchen durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen oder Privatpersonen rechnen.
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