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Kassel richtet Hessentag 2013 aus

Kommunen Kassel richtet Hessentag 2013 aus

Kassel wird Gastgeber des Hessentags 2013. Am Montag stimmte erst die Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit zu.

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Die Kasseler Stadtverordneten stimmen für den Hessentag 2013.Foto: Uwe Zucchi

Kassel. Dann beschloss auch das Kabinett in Wiesbaden die Vergabe des Landesfestes an Kassel, wie ein Regierungssprecher bestätigte. „Es ist an der Zeit, dass der Hessentag wieder in einer großen Stadt stattfindet", sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD).

Das Land Hessen hatte zuvor millionenschwere finanzielle Zusagen gemacht. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will Hilgen am (morgigen) Dienstag die Urkunde mit dem Auftrag überreichen, den Hessentag vom 16. bis 23. Juni 2013 auszurichten. Eigentlich hätte das Landesfest in Vellmar stattfinden sollen.

Als neuer Gastgeber soll Kassel vom Land 5,5 Millionen Euro Zuschüsse für Infrastrukturmaßnahmen erhalten - unter anderem für die Brüder-Grimm-Welt oder die Modernisierung der Fußgängerzone. Zudem sollen zinsgünstige Darlehen von bis zu 7,7 Millionen Euro fließen, die rund 600.000 Euro sparen sollen. Bis auf die fünf Abgeordneten der Linken stimmten im Stadtparlament alle Fraktionen dem Hessentag zu. Der Bund der Steuerzahler hatte die Förderung als fragwürdig kritisiert. Als zweiter ernsthafter Bewerber aus Nordhessen hatte noch Korbach Interesse bekundet, der Gastgeber von 1997.

„Es wird ein zeitgemäßer und moderner Hessentag. Der Hessentag bringt einen deutlichen Imagegewinn. Kassel legt Stück für Stück das Image der grauen Maus ab", versprach Oberbürgermeister Hilgen. Ein Hessentagspaar in Trachtenuniform sei nicht vorstellbar. Auch Hessens Wissenschaftsministerin und Kasseler CDU-Chefin Eva Kühne-Hörmann sprach sich für die Ausrichtung aus. Der Hessentag in Kassel soll im Zeichen der Integration stehen.

Vellmar - nur wenige Kilometer von Kassel entfernt - hatte im August den Zuschlag für das Landesfest zurückgeben, weil die Kommune ein weiteres hohes Defizit in der Stadtkasse fürchtete. Kassel hatte den Hessentag zuletzt 1964 ausgerichtet, 2013 feiert die Stadt 1100-jähriges Bestehen. Der nächste Hessentag findet 2012 in Wetzlar statt.

Das riesige, seit 1961 gefeierte Landesfest ist meist ein Publikumsmagnet. Es bringt den Städten in der Regel aber ein Millionendefizit, das sie aber angesichts des Imagegewinns und des Investitionsschubs in Kauf nehmen. Die Gastgeber-Kommunen verbuchten in den vergangenen Jahren meist ein Minus zwischen jeweils drei und vier Millionen Euro.

Die Kasseler Grünen stimmten für den Hessentag, während die Grünen-Fraktion im hessischen Landtag erneut forderte, das Konzept für das Großereignis zu überarbeiten. Das Fest solle nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Daraufhin kritisierte die CDU, die Landtagsgrünen seien „wieder einmal der Miesepeter" und opponierten gegen ein wichtiges Infrastrukturvorhaben.

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Die Vergabe des Hessentags 2013 an Kassel zeigt nach Ansicht von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), dass das Landesfest „zukunftsfähig" ist.

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