Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Kassel benennt Platz nach Neonazi-Opfer

Extremismus Kassel benennt Platz nach Neonazi-Opfer

Nach dem von Neonazis der Zwickauer Zelle ermordeten Halit Yozgat wird in Kassel ein Platz benannt. Wie die Stadt am Dienstag bekanntgab, soll in unmittelbarer Nähe zum Tatort auch eine Inschrift "zur Erinnerung und Mahnung" aufgestellt werden.

Voriger Artikel
Arbeiter stürzt 15 Meter in die Tiefe
Nächster Artikel
Sieben Städte erinnern an Opfer der Neonazi-Mordserie

Halit soll nicht vergessen werden. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Der Ort soll "Halit-Platz" heißen. Nicht weit entfernt ist auch die Wohnung der Eltern. "Es ist von besonderer Bedeutung, dass nicht nur in Kassel, sondern in allen Städten, die Opfer zu beklagen haben, diese Ungeheuerlichkeit nicht in Vergessenheit gerät, damit dies nicht wieder geschehen kann", sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD).

Yozgat war 2006 in seinem Internetcafé in der Holländischen Straße von Rechtsextremisten der Zwickauer Zelle erschossen worden. Auf der zentralen Gedenkfeier für die Opfer rechter Gewalt Mitte Februar in Berlin hatte sein Vater Ismail Yozgat den Wunsch geäußert, die Straße nach seinem Sohn zu benennen. Darum hatte es große Diskussionen in der Stadt gegeben.

Auch in den anderen von den Neonazi-Morden betroffenen Städten (Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Heilbronn) werden nach Angaben der Stadt Kassel Gedenktafeln für die Opfer aufgestellt. Der Zwickauer Zelle werden Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin vorgeworfen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel