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Kardinal Woelki sieht Bedeutungsverlust der Kirche

Kirche Kardinal Woelki sieht Bedeutungsverlust der Kirche

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat vor einem Bedeutungsverlust der Kirche in der Gesellschaft gewarnt. Das Christliche scheine "mehr und mehr zu verdunsten, das Kirchliche auf jeden Fall", sagte er am Mittwoch in seiner Predigt im Fuldaer Dom bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

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Kardinal Rainer Maria Woelki während einer Pressekonferenz in Köln.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Fulda. "Es hat den Anschein, dass eine religiöse Unwissenheit - selbst innerhalb der Kirche - weiter zunimmt. Gott ist manchem zum großen Unbekannten geworden - auch manchen Christen", sagte Woelki.

Es sei zu spüren, "wo wir als Kirche in der Gefahr stehen, angesichts geringer werdender Zahlen, angesichts eines augenscheinlich geringer werdenden gesellschaftlichen Einflusses, zu ermüden". Woelki gab aber auch zu bedenken, dass die Kirche nicht von Zahlen lebe, "nicht von irgendwelchen Erfolgen, die uns zugeschrieben werden", sondern allein aus dem Angenommensein durch Gott.

Die Zahl der Katholiken ging zuletzt laut kirchlicher Statistik um rund 162 000 auf 23,58 Millionen Menschen zurück. Der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, hatte dazu im Juli bemerkt: "Wir werden weniger, aber wir verlieren nicht unsere Aufgabe und unsere Anliegen. Menschen, Gesellschaft, Staat brauchen die Kirche."

dpa

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