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Jung: Nicht an wachsende Zahl Notleidender gewöhnen

Kirchen Jung: Nicht an wachsende Zahl Notleidender gewöhnen

Ob Obdachlose, Hungernde in Dürrezonen oder Flüchtlinge aus Kriegsgebieten - die wachsende Zahl von Menschen, die "außen vor bleiben", hat Kirchenpräsident Volker Jung in seiner Weihnachtsbotschaft beklagt.

Darmstadt . "Unsere Gesellschaft braucht dringend mehr von dieser Sensibilität für die, die den Anschluss verlieren. Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, dass die Zahl der Menschen, die an den Rand oder sogar über den Rand hinaus gedrängt werden, immer größer wird", sagte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) laut einer vorab verbreiteten Mitteilung.

Das Gefühl, "keinen Raum in der Herberge" zu haben, erlebten auch jene, die ihre Arbeit verlören, Soldaten, die traumatisiert aus Afghanistan nach Hause kämen, und Kinder, die in der Schule versagten. Auch Trauernde und Ehepartner, die nach einer Trennung aus dem gemeinsamen Bekanntenkreis herausfielen, erlebten dies. "Draußen sein, außen vor bleiben - diese Erfahrung hat viele Gesichter, und jede und jeder kann sie machen", betonte Jung. Auch das Leben derer, denen es gelänge, "drinnen" zu bleiben, werde von der unsichtbaren Grenze zwischen dem Drinnen und dem Draußen bestimmt. "Gott durchbricht diese Logik, davon erzählt die Weihnachtsgeschichte", sagte der Kirchenpräsident. Er predigt unter anderem am Ersten Weihnachtstag in der Frankfurter Katharinenkirche.

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