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Hessen Internet-Grundversorgung 2012 umgesetzt
Mehr Hessen Internet-Grundversorgung 2012 umgesetzt
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16:49 20.12.2011
Hessen wird 2012 technisch nachrüsten. Foto: Jochen Lübke/Illustration

Wiesbaden. Durch den Ausbau der Datennetze würden 99,5 Prozent aller Haushalte einen Breitbandanschluss von mindestens einem Megabit (Mbit) pro Sekunde erhalten, teilte das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden am Dienstag mit. Fast alle Anträge seien bewilligt, sagte ein Sprecher. Nun müsste im Land nur noch die Technik umgesetzt werden, etwa mit Kabelleitungen oder Funkmasten.

Mit einem MBit pro Sekunde ist bequemes Surfen und zum Beispiel das Herunterladen von Musik möglich. Bei Bewegtbildern kann es dabei schon schwierig werden. Für Geschäftsanwendungen brauchen Firmen meist Highspeed-Leitungen zwischen 25 und 100 Mbit/Sekunde.

Von den im Jahr 2009 gemeldeten 242 000 unterversorgten Haushalten bekämen mehr als die Hälfte nun einen Zugang mit noch schnelleren Bandbreiten zwischen sechs und 50 Mbit pro Sekunde. "Eine flächendeckende Grundversorgung ist zwingende Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Hessen", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch bei seiner Bilanz der Landesinitiative "Mehr Breitband für Hessen".

Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) hatte vor rund einem Jahr angekündigt, dass bis Ende 2011 eine flächendeckende Breitband-Grundversorgung realisiert werden sollte.

Das nächste Ziel zum Ausbau des Datenautobahnen hat sich das Land bereits gesetzt. Bis 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte Zugang zu Hochgeschwindigkeitsdatennetzen (NGA - Next Generation Access) erhalten. Diese Leitungen sind mehr als 50 Mbit pro Sekunde schnell.

Noch ist Hessen aber mit der Grundversorgung beschäftigt. Dabei seien neben den 139 vom Land geförderten Projekten für über 400 Ortsteile über 700 Ausbaumaßnahmen mit kabelgebundenen Techniken und Funklösungen durch Telekommunikationsunternehmen in der Umsetzung oder bereits abgeschlossen. In 135 hessischen Ortsteilen werde schon am schnellen Internet der Zukunft gearbeitet. Dafür sei ein Darlehensprogramm vom Land in Höhe von 200 Millionen Euro aufgelegt worden. Zudem fördert das Land Machbarkeitsstudien und finanziert die Verlegung von Leerrohren.