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Hessen Holocaust-Professorin: "Arisierung" in Frankfurt erforschen
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14:28 05.02.2018
Sybille Steinbacher in Frankfurt am Main in der Gothe-Universität. Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv
Frankfurt/Main

Die "Arisierung" von jüdischen Immobilien und Grundstücken sei noch wenig untersucht, sagte Steinbacher, Professorin zur Erforschung des Holocaust und Direktorin des Fritz-Bauer-Instituts, am Montag in Frankfurt bei einer Experten-Tagung. Dabei ging es neben Frankfurt auch um die "Arisierung" nach 1933 in anderen großen Städten wie München, Berlin, Hamburg oder Mannheim.

Frankfurt müsse die finanziellen Mittel zur Aufarbeitung der "Arisierung" zur Verfügung stellen, verlangte Jutta Ebeling, Vorsitzende des Fördervereins des Fritz-Bauer-Instituts. "Andere Städte haben das längst getan." Die frühere Frankfurter Bürgermeisterin verwies zugleich auf eine Liste, wonach in der Nazi-Zeit rund 170 jüdische Liegenschaften von der Stadt übernommen wurden. Frankfurt hatte vor 1933 den prozentual größten Anteil an jüdischen Einwohnern im Deutschen Reich.

Die 1945 erstellte Liste stammt vom damaligen Dezernenten Adolf Miersch. Ausgerechnet er war es auch gewesen, der sich während der Nazi-Zeit maßgeblich am Aufkauf von Wohnungen aus jüdischem Eigentum beteiligt hatte. Eine Untersuchung für Frankfurt müsse diese "personellen Verstrickungen" beleuchten, forderte Ebeling.

Das Fritz-Bauer-Institut wird von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen finanziert. Leiterin Steinbacher hat zugleich eine Professur an der Goethe-Universität inne, die im vergangenen Jahr als bundesweit erste zur Erforschung des Holocaust geschaffen wurde.

dpa

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