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Höchster Porzellan-Manufaktur meldet Insolvenz an

Konsumgüter Höchster Porzellan-Manufaktur meldet Insolvenz an

Die traditionsreiche Höchster Porzellan-Manufaktur ist zahlungsunfähig und hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen stellte am Donnerstag Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Frankfurt, wie der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Frank Schmitt von der Kanzlei Schultze & Braun, am Freitag mitteilte.

Frankfurt/Main. Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien Verzögerungen bei der Erschließung neuer Absatzmärkte. Nach einem Gesellschafterwechsel im Jahr 2000 seien namhafte Kunden gewonnen worden, dennoch habe der Umsatz für ein kostendeckendes Wirtschaften nicht ausgereicht.

Die 13 Mitarbeiter der GmbH seien "trotz ausstehender Löhne bereit, den Insolvenzgeldzeitraum auf Ende Februar auszudehnen", teilte Schmitt mit. Das verschaffe Zeit für die Suche nach Investoren. "Wir werden alles dafür tun, diese wichtige hessische Kulturinstitution zu erhalten", versicherte der vorläufige Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter.

Das 1746 im heutigen Frankfurter Stadtteil Höchst gegründete Unternehmen war die erste privatwirtschaftliche Porzellanmanufaktur in Deutschland und ist - nach der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen - die zweitälteste und ihrer Art nach einzige in Hessen.

dpa

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