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Hessisches Staatstheater inszeniert zockende Banker

Theater Hessisches Staatstheater inszeniert zockende Banker

Verzockten Milliarden im Theater: Das Hessische Staatstheater hat den Bestseller-Roman "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson auf die Bühne gebracht.

Wiesbaden. Henner Kallmeyer inszenierte die deutsche Erstaufführung in Wiesbaden. Buch und Stück zeigen, was die Spekulanten treibt.

Wie vor wenigen Wochen bei der Schweizer Großbank UBS oder 2008 bei der französischen Société Générale überschätzt sich ein junger Händler und treibt seinen Arbeitgeber mit geheimen Spekulationen in den Ruin. Die Geschichte der Roman- und Bühnenfigur Jasper ist verknüpft mit den Lebensfäden einer Übersetzerin in der Sinnkrise und eines international gefeierten Schriftstellers mit Schreibblockade.

Immer wieder treffen die Drei in unterschiedlichen Situationen aufeinander, reden, streiten - und lernen sich lieben. Im schlichten Bühnenbild lässt Kallmeyer die Handlung rund um eine braune Holzbank spielen. Für die verschiedenen Szenen setzt er lediglich eine weiße Holzwand mit Palme, Fenster und einem kleinen Strauch ein.

Das Stück ist anfangs sehr lebendig, allerdings werden die Späße während der gut 90 Minuten übertrieben und so verliert das Werk viel von seinem ursprünglichen Biss. Die zunehmend verzweifelnden Charaktere gehen unter. Schade, denn Magnussons zweiter Roman ist eine vielversprechende Vorlage.

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