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Hessens Finanzminister Weimar zieht sich zurück

Kabinett Hessens Finanzminister Weimar zieht sich zurück

Mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) geht auch sein dienstältester Minister von Bord. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) kündigte am Mittag in Wiesbaden seinen Rückzug an. Der aus Biedenkopf stammende Finanzstaatssekretär Thomas Schäfer (CDU) gilt als heißer Ministerkandidat im neuen Kabinett.

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„Nach insgesamt mehr als 15 Jahren Ministertätigkeit ist die anstehende Kabinettsbildung der richtige Zeitpunkt, den Platz neuen und jüngeren Kräften frei zu machen“, sagte der 60-Jährige Karheinz Weimar in einer Mitteilung. Koch verlässt Ende August die Politik, sein Nachfolger als Ministerpräsident soll Innenminister Volker Bouffier (CDU) werden.

Weimar zählte zu Kochs engsten politischen Weggefährten. Der Jurist war schon zwischen 1987 und 1991 Umweltminister unter dem damaligen CDU-Ministerpräsidenten Walter Wallmann. Seit 1999 führte er in Hessen das Finanzressort. Weimar will Abgeordneter im hessischen Landtag bleiben. Er werde das neue Kabinett von Bouffier „mit aller Kraft“ unterstützen, erklärte er. Neben dem Finanzminister wird auch Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) nicht für das neue Kabinett zur Verfügung stehen. Weimar sagte, er habe noch mit „voller Autorität die Chefgespräche zum Haushalt und die öffentliche Präsentation“ führen wollen. Er hatte Mitte vergangener Woche den Haushalt vorgestellt.

Die Weichen für einen ausgeglichenen Etat bis spätestens zum Jahr 2019 seien somit gestellt, sagte der CDU-Politiker. Dies sei „ein guter Zeitpunkt für die Übergabe des Stabes an einen neuen Minister oder eine neue Ministerin“. Wer sein Nachfolger wird, blieb zunächst unklar. Finanzstaatssekretär Thomas Schäfer (CDU) aus Biedenkopf gilt CDU-intern als Ministerkandidat.

Hessens CDU-Landtagsfraktionschef Christean Wagner würdigte die Verdienste Weimars und bedauerte seinen Rückzug. „Die persönliche Entscheidung von Karlheinz Weimar bedauern wir sehr, können jedoch die Beweggründe des dienstältesten Finanzministers Deutschlands nachvollziehen“, erklärte Wagner.

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