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Hessens Bauern kritisieren drohendes Aus für Glyphosat

Agrar Hessens Bauern kritisieren drohendes Aus für Glyphosat

Hessens Landwirte wehren sich gegen ein drohendes Verbot des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Dass Union und SPD sich bei ihren Sondierungsgesprächen offensichtlich über ein Ende des Unkrautvernichters geeinigt hätten, "ist ein untragbarer Zustand", sagte Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbands, bei der Eröffnung der Landwirtschaftlichen Woche im nordhessischen Baunatal.

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Ein Unkrautvernichtungsmittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Baunatal. Glyphosat habe bei der Bodenbearbeitung ohne Pflug durchaus Umweltvorteile wie weniger Treibhausgase und geringeren Kraftstoffverbrauch.

Die EU habe Glyphosat für fünf weitere Jahre zugelassen. "Wenn die zuständigen Behörden die Unbedenklichkeit eines Wirkstoffes attestieren, dann muss dieser wieder eine Zulassung bekommen und darf nicht aus politischen Gründen beschnitten werden.", erklärte Schmal. Eine wissenschaftliche Risikobewertung müsse Grundlage solcher Entscheidungen bleiben. Das müssten politische Entscheidungsträger durchsetzen.

Ein weiteres großes Thema für die Landwirte ist die Afrikanische Schweinepest: "Alle stehen in den Startlöchern, weil die Bedrohung näher kommt", sagte Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne). Das Land werde weiteres Geld zur präventiven Jagd auf Wildschweine und Hilfen für die Kommunen bereitstellen, wenn die Krankheit Hessen erreichen sollte. Man arbeite auch daran, die Jagd auf die Tiere über den 1. Februar hinaus rechtssicher zuzulassen.

Bei der Landwirtschaftlichen Woche in Baunatal diskutieren Landwirte und Verbandsvertreter noch bis zum 17. Januar über Agrarthemen. Eine zweite Veranstaltung dieser Art findet vom 29. Januar bis 3. Februar im südhessischen Gernsheim statt.

dpa

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