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Helfer erliegt nach Bergung eines Frachters seinen Verletzungen

Unfälle Helfer erliegt nach Bergung eines Frachters seinen Verletzungen

Die Bergung eines auf dem Rhein bei Lorchhausen festgefahrenen Kohlefrachters wird nachträglich von einem zweiten Todesfall überschattet. Ein 50-jähriger Helfer, der bei dem Einsatz am Dienstag schwer verletzt worden war, ist tot.

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Zwei Tote bei Bergung von Kohlefrachter.

Quelle: Thomas Frey/Archiv

Lorch. Das teilte die Wasserschutzpolizei in Rüdesheim am Samstag mit. Das Besatzungsmitglied eines Gütermotorschiffs erlag am Freitagabend in der Frankfurter Universitätsklinik den Kopfverletzungen, die ein armdickes Stahltau verursacht hatte, als es bei der Bergung riss und zurückschlug. Nur wenige Stunden vor dem Unglück war ein anderer Helfer an einer Herzattacke gestorben.

Der unter niederländischer Flagge fahrende Kohlefrachter war am Montag vermutlich wegen eines Fahrfehlers nahe des Lorcher Stadtteils Lorchhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) aus der Fahrrinne geraten und hängengeblieben. Das Schiff hatte rund zwei Tage lang den Verkehr auf dem Rhein blockiert. Erst am Mittwochnachmittag konnte der rund 180 Meter lange Schiffsverbund freigeschleppt und in einen Hafen nahe der Unglücksstelle gebracht werden. Für die Bergung hatten die rund 5300 Tonnen Kohle an Bord entladen werden müssen. Dabei hatte sich der schwere Unfall ereignet. Ein Sachverständiger soll klären, wie es dazu kam. Nachdem der Frachter wieder beladen wurde, konnte er Richtung Mannheim weiterfahren.

dpa

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