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HSE-Streit: CDU wittert "Filz" - Grüne weisen Vorwürfe zurück

Energie HSE-Streit: CDU wittert "Filz" - Grüne weisen Vorwürfe zurück

Der offene Streit unter den Grünen um die Ausrichtung des Darmstädter Energieversorgers HSE hat am Donnerstag den Landtag beschäftigt. Die CDU witterte hinter der Berufung der früheren Grünen-Bundestagsabgeordneten Christine Scheel zum HSE-Vorstandsmitglied "Günstlingswirtschaft".

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Die Berufung Scheels wird von der CDU kritisiert. Foto: Emily Wabitsch/Archiv

Wiesbaden. Der Abgeordnete Manfred Pentz vermutete, dass die in Stuttgart mitregierenden Grünen Einfluss genommen hätten, um die kommunale HSE an den baden-württembergischen Energiekonzern EnBW zu ketten. Die Anfang Februar berufene Scheel und Darmstadts Grünen-OB Jochen Partsch befehden sich, da die Kommune ihren derzeit 53-prozentigen Anteil an der HSE gegen den Widerstand des Vorstands auf fast 100 Prozent ausbauen will.

Die Grünen erklärten, Scheel sei vom HSE-Aufsichtsrat berufen worden, in dem die Öko-Partei keine Mehrheit habe. Daher seien Vorwürfe der "Geheimverschwörung" unsinnig. Der Abgeordnete Mathias Wagner stellte sich aber in dem Konflikt hinter den Darmstädter OB. Die HSE-Strategie, einen starken Partner zu suchen, sei jedoch auch zu "respektieren". Jetzt müsse man auf Dialog setzen. Die HSE gilt über Hessen hinaus als Vorreiter bei der Nutzung umweltfreundlicher Energien.

Wie die CDU warf auch die FDP Scheel vor, die HSE zugrunde richten zu wollen. Der Darmstädter FDP-Abgeordnete Leif Blum sprach von einem "jämmerlichen Schauspiel". Die SPD nannte die Vorwürfe der Regierungsparteien "ziemlich absurd". Wenn es um Filz in Hessen gehe, müsse man "auf die Herren (Roland) Koch und (Volker) Bouffier kommen", hielt der Abgeordnete Günter Rudolph der CDU vor. Auch die Linke meinte, zum Thema Filz solle sich die Union besser nicht äußern. Ihr Abgeordneter Hermann Schaus sprach sich im Konflikt um die HSE aber ebenfalls für eine Stärkung der kommunalen Anteile aus.

dpa

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