Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hessen Große Differenzen beim Auftakt der Bau-Tarifverhandlung
Mehr Hessen Große Differenzen beim Auftakt der Bau-Tarifverhandlung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 07.02.2018
Wiesbaden

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt verlangte am Mittwoch neben einer Tabellensteigerung beim Gehalt um 6 Prozent noch ein volles 13. Monatsgehalt und die Anerkennung der Wegezeit zu den Baustellen. Die Arbeitgeber sollen sich zudem erneut auf das bereits vereinbarte Angleichungsziel verpflichten, spätestens im Jahr 2022 in Ost und West gleiche Tariflöhne zu zahlen.

Die Arbeitgeber wehren sich insbesondere gegen die Anrechnung der Anfahrtszeiten. Dies würde die verfügbare produktive Arbeitszeit um ein Achtel verringern und damit in der Hochkonjunktur das größte Fachkräfteabbauprogramm seit Einführung der Rente mit 63 Jahren auslösen, argumentierte der Verhandlungsführer Frank Dupré, Vizepräsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe.

Auch die Lohnforderung sei zu hoch, weil sie die Leistungsfähigkeit vieler Betriebe übersteige. Die IG BAU ignoriere bei ihrer Forderung, dass steigende Umsätze nicht gleichbedeutend mit steigenden Gewinnen seien. Die Gespräche sollen am 28. Februar in Berlin weiter gehen.

Ärger gibt es auch bei der Forderung nach einem 13. Monatsgehalt. Die IG Bau monierte, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hätten von ihren Mitgliedsverbänden auf Landesebene kein Mandat erhalten, um darüber in Ostdeutschland zu verhandeln. Auch für Betriebe in Bremen, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein fehle ein vollständiger Verhandlungsauftrag. "Schon zum Start der Verhandlungen belasten die Arbeitgeber die Gespräche mit einer schweren Hypothek", kritisierte IG-BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. Er forderte die Arbeitgeber auf, schnell ein vollständiges Mandat vorzulegen.

Arbeitgeber-Verhandlungsführerin Ilona Klein entgegnete, die Gewerkschaft müsse das 13. Monatsgehalt in den betroffenen Ländern auf Landesebene verhandeln. Dieser Punkt sei aber nur einer von mehreren. "Für die restlichen Themen sind wir verhandlungsbereit."

dpa

Das Hessische Kabinett entscheidet heute in Wiesbaden über den Termin für die Landtagswahl im Herbst. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) haben den 28. Oktober für den Urnengang vorgeschlagen.

21.09.2018

In Hessen soll am 28. Oktober ein neuer Landtag gewählt werden. Die schwarz-grüne Koalition hat einer Umfrage zufolge allerdings keine Mehrheit mehr. CDU und Grüne sehen die Werte als Ansporn für das Wahljahr, wie sie erklärten.

20.09.2018

Hessens SPD-Partei- und Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel will die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in Hessen zur stärksten Partei machen. "Ich will die nächste Landesregierung anführen", sagte Schäfer-Gümbel am Dienstag in Wiesbaden.

20.09.2018