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Hessen Großbetrug mit koscherem Fleisch: Zwei Unternehmer vor Gericht
Mehr Hessen Großbetrug mit koscherem Fleisch: Zwei Unternehmer vor Gericht
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14:57 08.10.2014
Koscheres Fleisch wird durch Schächtung gewonnen. Quelle: C. Charisius/Archiv
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Frankfurt/Main

Die Anklage legt dem 48-jährigen Kaufmann und dem 56 Jahre alten Metzger zur Last, das Fleisch an Hunderte von Kunden ihres Spezialgeschäfts als koscher verkauft zu haben - obwohl es aus herkömmlicher Schlachtung gestammt habe. Für die Waren haben die Kunden insgesamt rund 500 000 Euro bezahlt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge täuschten die Unternehmer auch den vom jüdischen Rabbinat eingesetzten Fleischkontrolleur, dem sie nur die Kaufunterlagen über das in der Schweiz, Frankreich und Belgien erworbene tatsächlich koschere Fleisch gezeigt hätten. Solche Ware muss nach den traditionellen jüdischen Regeln strengen Vorschriften genügen.

Hintergrund für den Betrug sollen die hohen Importkosten für koscheres Fleisch gewesen sein, das in Deutschland aus tierschutzrechtlichen Gründen wegen der besonderen Schlachtmethode nicht in größerem Umfang hergestellt werden darf. Am ersten Verhandlungstag kündigten die Angeklagten an, sich in der kommenden Woche zu den Vorwürfen zu äußern.

dpa

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