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Geschützte Wälder werden seltener zur Abholzung freigegeben

Umweltpolitik Geschützte Wälder werden seltener zur Abholzung freigegeben

In Hessen sind in den vergangenen drei Jahren deutlich weniger geschützte Waldflächen gerodet worden als zuvor. 2014 hatte das Land Hessen den Schutz so genannter Bannwälder deutlich erhöht.

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Ein Wald.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Wiesbaden/Darmstadt. Seitdem seien 9,9 Hektar aufgrund von Gerichtsentscheidungen zur Abholzung freigegeben worden, sagte eine Sprecherin des hessischen Umweltministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das entspricht knapp 14 Fußballfeldern. Es ist nur ein Bruchteil der 271,7 Hektar Bannwald (381 Fußballfelder), die insgesamt in den vergangen zehn Jahren abgeholzt wurden. Vor allem für den Ausbau des Frankfurter Flughafens musste Bannwald weichen.

Bannwald ist momentan wieder Streitobjekt, weil seit Kurzem am Langener Waldsee bei Frankfurt geschützte Flächen für den Kiesabbau gerodet werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte erfolglos versucht, die Arbeiten vor Gericht zu stoppen. Bannwälder sind gegen Abholzung geschützt, weil sie Erholungsräume bieten, Grundwasser und Luft reinhalten. In Hessen gibt es insgesamt noch 18 933 Hektar (26 500 Fußballfelder) Bannwald. Die Schwerpunkte liegen im Rhein-Main-Gebiet um den Flughafen Frankfurt, nördlich von Wiesbaden und südlich von Darmstadt sowie in Nordhessen im Gebiet des Nationalparks Kellerwald-Edersee.

dpa

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