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Gericht: Aggressiver Zugfahrgast dauerhaft in Psychiatrie

Prozesse Gericht: Aggressiver Zugfahrgast dauerhaft in Psychiatrie

Nach einer Entscheidung des Landgerichts Fulda muss ein 31 Jahre alter Obdachloser dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden. Der Mann aus Spanien war am 24. Juni im Regionalzug von Eichenzell nach Gersfeld (Kreis Fulda) ohne Fahrschein erwischt worden.

Fulda. Als die Zugbegleiterin ihn aufforderte auszusteigen, griff er sie unvermittelt an. Den zur Hilfe herbeigeeilten Lokführer bewarf er mit leeren Flaschen aus einem Mülleimer. Auf der Flucht vor der Polizei hatte er dann noch zwei Joggerinnen und einen Spaziergänger angegriffen und Geld gefordert.

Das Gericht erklärte den Beschuldigten für schuldunfähig, weil er die Straftaten unter dem Einfluss einer chronischen Schizophrenie begangen habe. Die Opfer hatten den Mann als verwirrt und unberechenbar geschildert. Psychiatrische Gutachter diagnostizierten, dass er seit mindestens zehn Jahren an der Krankheit leide.

Der Richter sagte am Freitag, der 31-Jährige könne die einfachsten Anforderungen des Alltags nicht meistern. Bei den kleinsten Komplikationen bestehe die Gefahr, dass er wieder straffällig werde - zumal er seine Krankheit nicht einsehe.

Der 31-Jährige hat in Spanien bereits im Gefängnis gesessen und zehn Jahre lang sozial isoliert in einer Hütte am Strand von Cádiz gelebt. Jetzt soll er so bald wie möglich in eine psychiatrische Klinik in Spanien gebracht werden.

dpa

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