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Gartenschau ja oder nein? - Gießen streitet weiter

Kommunen Gartenschau ja oder nein? - Gießen streitet weiter

Blühende Landschaften oder unnötiger Kahlschlag? Die Stadt Gießen debattiert weiter über das Für und Wider der umstrittenen Landesgartenschau 2014.

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Landesgartenschau 2014 in Gießen ist umstritten. Foto: Emily Wabitsch/Archiv

Gießen. Bei einem Diskussionsabend am Dienstag tauschten Stadtspitze, Ausstellungsmacher und Bürger ihre Argumente aus - und dabei verschafften sich auch die Befürworter Gehör. "Lasst uns doch diese Chance nutzen, diese Stadt ein Stückchen voranzubringen", sagte ein Gießener. Ein paar Bäume seien nicht das Problem; es gehe darum, die mittelhessische Stadt weiterzuentwickeln.

Anlass für die Veranstaltung war der anhaltende Protest einer Bürgerinitiative, die das Ereignis wegen finanzieller und ökologischer Bedenken ablehnt. In der Kritik steht vor allem die geplante Fällung von 174 Bäumen. Die Gegner haben unter anderem die Sorge, dass damit auch zahlreiche Tiere Schaden nehmen könnten.

Gießen soll 2014 Hessens fünfte Landesgartenschau ausrichten. Die geplanten Kosten belaufen sich nach Angaben der hoch verschuldeten Stadt auf rund 19 Millionen Euro, hinzu kommen Investitionen in begleitende Infrastrukturprojekte. Demnach würde die Stadt ein Ausstieg ebenfalls viel Geld kosten: etwa 7,7 Millionen Euro.

Der Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, Ludwig Wiemer, wies daraufhin, dass die Zeit für die anstehenden Arbeiten knapp wird - nur bis Ende Februar sind Baumfällungen erlaubt, danach droht eine mehrmonatige Zwangspause. "Mit jedem Tag, an dem wir nicht loslegen können, verlieren wir Kapazitäten, um am 28. Februar fertig zu sein", sagte er. Man nehme zwar Rücksicht auf die Situation, stehe aber auch Gewehr bei Fuß, um nach dem "politischen Go" sofort mit den Arbeiten zu beginnen.

Hintergrund für das Abwarten ist die laufende Unterschriftensammlung der Bürgerinitiative für ein Bürgerbegehren gegen die Schau. Nach eigenen Angaben haben die Mitglieder bereits ausreichend Stimmen zusammen, wollen aber zur Sicherheit zunächst noch weitersammeln. An der Veranstaltung am Dienstagabend nahm die Initiative offiziell nicht teil.

dpa

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