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Gartenschau-Kritiker hoffen auf Bürgerentscheid

Kommunen Gartenschau-Kritiker hoffen auf Bürgerentscheid

Die Kritiker der Landesgartenschau in Gießen arbeiten weiter daran, die Veranstaltung in der mittelhessischen Stadt zu stoppen.

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Kritik gibt es vor allem aufgrund von ökologischen Bedenken. Foto: Emily Wabitsch

Gießen . Die Bürgerinitiative gegen das Gartenfest wollte am Donnerstagabend an der Formulierung für ein Bürgerbegehren feilen, mit dem sie einen Bürgerentscheid erreichen will. Sollte es dazu kommen, wäre es der erste gegen eine Gartenschau im Land. Gießen will im Jahr 2014 Hessens fünfte Gartenbauausstellung ausrichten. Die Kritiker lehnen sie als zu teuer und ökologisch bedenklich ab.

Laut Bürgerinitiativen-Sprecherin Martina Lennartz helfen Rechtsanwälte dabei, eine geeignete Formulierung zu finden. Danach soll rasch die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren beginnen. Die Gegner müssen 2900 Stimmen zusammenbekommen, ehe es zu einem Bürgerentscheid kommen kann. Dabei müssten dann 14 500 der Wahlberechtigten in der 77 000-Einwohner-Stadt gegen das Ereignis stimmen. Auch das Verwaltungsgericht Gießen beschäftigt sich mit der Schau und muss über einen Eilantrag entscheiden, mit dem ein Bürger Arbeiten auf dem Ausstellungsgelände vorübergehend stoppen will.

Die Kritiker sehen Flora und Fauna auf dem Gelände - schon heute ein beliebter Park in der Nähe der City - unter anderem wegen geplanter Baumfällungen und Rodungen in Gefahr. Außerdem könne sich die verschuldete Stadt das Ereignis nicht leisten.

Gießen steht mit mehr als 230 Millionen Euro in der Kreide. Nach Angaben der zuständigen Dezernentin, Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne), belaufen sich die Investitionskosten für die Schau auf 19 Millionen Euro. Begleitende Bauvorhaben sollen insgesamt etwas über 30 Millionen kosten, die Durchführung der Ausstellung neun Millionen Euro. Die Bürgermeisterin verteidigt das Projekt als wichtige Chance für die Stadtentwicklung.

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