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Fuldaer Narrenverein mahnt: "Maß halten" beim Alkohol an Karneval

Brauchtum Fuldaer Narrenverein mahnt: "Maß halten" beim Alkohol an Karneval

Alkohol und Karneval - für viele Narren scheint Trinken und Feiern fest miteinander verbunden. Die Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG) hat die Aktiven aufgerufen, mit gutem Beispiel voran zu gehen und weitgehend auf Alkohol zu verzichten.

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Die Jecken feiern - auch mit wenig Alkohol. Foto: Oliver Berg/Archiv

Fulda. Man beteilige sich an einer Präventionskampagne gegen übermäßigen Alkoholkonsum, sagte FKG-Präsident Christian Wighardt. Die Devise laute "Maß halten". Er mahnt: "Jeder muss seine Grenzen kennen." Der Schluck aus der Pulle sei nicht zwingend notwendig, um die Kälte zu vertreiben und in Feierlaune zu kommen.

Doch auch dem Fuldaer Fastnachtspräsidenten ist klar: Ganz ohne Schnäpschen wird der Karneval wohl nicht auskommen. "Die Zuschauer trinken sich halt gern Freude an - wie bei vielen Großveranstaltungen", sagte Wighardt. Der Fuldaer Karnevalsprinz 2010/2011, Udo Gutberlet, kritisierte in der vorigen Session: "Es wird generell zu viel gesoffen."

Die Narren in Wiesbaden sind grundsätzlich auch fürs "Maß halten": "Alkohol und Karneval - das ist schon länger bei uns ein Thema", sagte der Vorsitzende der Dachorganisation Wiesbadener Karneval, Werner Mühling. Man dürfe das "Reglementieren aber nicht übertreiben". Für die Wiesbadener sei es am Wichtigsten, dass Kinder und Jugendliche nüchtern blieben. Man achte darauf, dass die Standbetreiber den Jugendschutz einhalten, und dass kein Alkohol von den Karnevalswagen an Minderjährige heruntergereicht werde. "Wir arbeiten mit Polizei und Ordnungsamt Hand in Hand."

In Frankfurt sieht der Sprecher des Großen Rates das Thema Alkohol und Karneval betont gelassen. Peter Ruhr sagt: "Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich kann niemanden vorschreiben, wie viel er zu trinken hat. Da würde man ja ausgelacht. Wir machen da gar nichts, auch keine Kampagne gegen Alkohol." Ruhr appelliert: "Man sollte die Narren nicht alle in einen Topf werfen, dass das alles Alkoholiker sind."

dpa

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