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Frostiger Frühling für Hessens Gärtner

Branchen Frostiger Frühling für Hessens Gärtner

Der nasskalte April macht den hessischen Gärtnereien und Baumschulen zu schaffen. "Nach dem sonnigen März hatten wir im laufenden Monat wieder einen deutlichen Einbruch beim Verkauf", sagte der Präsident des hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Frankfurt. Bei dem kalten Wetter seien zudem viele Pflanzen zerstört worden: "Rosen und Kleingehölze waren besonders von den niedrigen Temperaturen betroffen", erklärte der Experte.

Neben dem Wetter sehen sich die rund 1000 hessischen Gärtnereien und Baumschulen aber auch mit wachsender Konkurrenz durch Baumärkte konfrontiert. "Immer wenn ein neuer Baumarkt aufmacht, haben die umliegenden Gärtnereien ein, zwei Jahre zu kämpfen, weil der Kunde erst einmal neugierig ist. Danach kehrt der Umsatz aber in der Regel wieder auf das Niveau zurück, wo er vorher war", sagte der Verbandschef.

Mit Blick auf die bevorstehende Saison rechnet Mertz in seiner Branche mit einer Fortsetzung des Trends zu Gemüse und Kräutern für Balkon und Terrasse. Auch mediterrane Kübelpflanzen seien bei den Kunden beliebt. "Viele wollen sich mit kleinen Orangen-, Zitronen- oder Olivenbäumchen das Urlaubsfeeling nach Hause holen", erklärte er.

Am Wochenende erwartet Mertz nun wieder einen kräftigen Schub für die Gärtnereien. Bei voraussichtlich strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen um 25 Grad laden viele Betriebe in Hessen am 28. und 29. April zum "Tag der offenen Gärtnerei" ein. Mertz verspricht: "Einige Betriebe bieten kostenlose Bodenuntersuchungen oder Balkonkästenbepflanzungen an - eben alles, wofür im Tagesgeschäft oft keine Zeit bleibt."

dpa

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