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Frau beinahe erwürgt: Angeklagter hat keine Erinnerung

Prozesse Frau beinahe erwürgt: Angeklagter hat keine Erinnerung

Im Prozess um versuchten Totschlag im osthessischen Heringen hat der Angeklagte Tötungsabsichten widersprochen. Er sagte am Dienstag vor dem Landgericht Fulda, er habe seine Lebensgefährtin nicht umbringen wollen.

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Mikrofon auf der Anklagebank im Saal des Landgerichts in Fulda.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Fulda. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm aber vor, die junge Frau bei einem Spaziergang in den Werrawiesen am 18. Juni 2017 so lange gewürgt zu haben, bis sie bewusstlos wurde. Seitdem liegt die 23-Jährige im Wachkoma - ohne Aussicht auf Besserung.

Über seinen Verteidiger ließ der 22-Jährige am Dienstag verlauten, dass er an den Tathergang keine Erinnerung habe. Auf Nachfragen des Gerichts präzisierte der Angeklagte, er habe eine Art Knall in seinem Kopf gefühlt. Dann habe die 23-Jährige plötzlich rücklings am Boden gelegen. Er habe noch versucht, sie von Mund zu Mund zu beatmen.

Bei der Verhandlung berichtete der Italiener, seine Lebensgefährtin habe ihm kurz vor der Tat einen Seitensprung gestanden. Sie sei fremdgegangen, als er wegen Körperverletzung in Gelnhausen in Untersuchungshaft saß. Briefe, die sich das Paar in dieser Zeit schrieb, machten deutlich, dass es in der Beziehung bereits gekriselt hatte. Zögerlich räumte der Angeklagte ein, dass die Untreue der Freundin ihm das Herz gebrochen habe.

dpa

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