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Hessen Flüchtlingsunterbringung bereitet Sorgen
Mehr Hessen Flüchtlingsunterbringung bereitet Sorgen
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06:24 11.09.2015
Der Direktor des Hessischen Städtetages Stephan Gieseler (CDU). Quelle: Boris Roessler/Archiv
Wiesbaden/Mühlheim

Einige Kommunen kriechen jetzt schon auf dem Zahnfleisch", sagte der Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages, Stephan Gieseler, der Deutschen Presse-Agentur.

Dass die Kapazitäten knapp werden, wenn Zelt-Camps schließen müssen, treibt auch Karl-Christian Schelzke vom Hessischen Städte- und Gemeindebund um. Der Geschäftsführende Direktor warnt: "Wenn es eng wird, könnten auch Turnhallen und Bürgerhäuser genutzt werden müssen. Die werden dann aber der Bevölkerung fehlen. Die Hilfsbereitschaft könnte dann schnell zu kippen drohen."

Schelzke appellierte an die Bürgermeister in Hessen: "Man müsste sich jedes leere Haus anschauen, ob es infrage kommt." Vielleicht könnten auch allein stehende, in großen Häusern lebende Menschen ermuntert werden, Flüchtlinge aufzunehmen. Der unter dem demografischen Wandel leidende und von Leerstand gezeichnete ländliche Raum biete sich für die Flüchtlinge an. "Das muss den Menschen schmackhaft gemacht werden. Auch in Dörfern ist es lebenswert - nicht nur in Ballungsräumen. Viele Flüchtlinge ziehen es aber eher dorthin, weil sie in größeren Städten eher auf Landsleute treffen."

dpa