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Hessen Fischfreunde bieten Aalen Mitfahrgelegenheit
Mehr Hessen Fischfreunde bieten Aalen Mitfahrgelegenheit
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14:53 23.12.2011
Das Themenfoto zeigt eine Fischtreppe, die Fischen ermöglichen soll, Hindernisse - wie etwa Wehre - in einem Flusslauf zu überwinden. Foto: www.pixelio.de
Cölbe/Gießen

Von dort aus sollen sich die Aale auf ihre lange Reise zur Sargassosee in der Nähe der Bahamas machen. Das Projekt haben das Regierungspräsidium (RP) Gießen und Fischereivereine initiiert. Es erspart den Wanderfischen einen Teil des Weges durch die Lahn und soll ihnen helfen, ihr fernes Ziel auch zu erreichen.

"Auslöser für die ungewöhnliche Maßnahme sind die zurückgehenden Aal-Fangzahlen an der Lahn", sagte RP-Fachmann Walter Fricke laut Mitteilung. Es gebe immer weniger Exemplare in dem Fluss - auch, weil er schwierig zu passieren sei. Den Weg behindern Wehre oder Wasserkraftwerke mit ihren Turbinen, an denen sich die Tiere verletzen oder dort sterben können.

Fricke zufolge soll es zwar bald freie Fahrt für den Aal geben. Bis aber entsprechende Projekte fruchteten, könnte es für ihn zu spät sein. "Im Rhein haben es die Strömungsschwimmer leichter, da dieser für sie vollständig frei von Barrieren ist", sagte er. Also dachten sich Angelvereine und Fischereibehörde das Fang- und Transportsystem aus.

Dafür holten Helfer vor etwa acht Wochen Blankaale aus der Lahn, die sich bereits zu ihrer großen Wanderung aufgemacht hatten. Dann ging es für die schlangenartigen Fische in eine Anlage nach Cölbe. Am Freitag wurden sie in einen Transporter geladen, zur Flussmündung nach Lahnstein gebracht - und im Rhein in die Freiheit entlassen. Die Behörde hofft, dass die Fische es von dort über die Nordsee in den Atlantik schaffen. Das Projekt hilft laut RP auch, Verordnungen und Regelungen umzusetzen, wonach mindestens 40 Prozent der abwandernden Aale unversehrt den Atlantik erreichen sollen.

dpa