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FDP-Landeschef: Mehr Frauen auf Wahlliste

Parteien FDP-Landeschef: Mehr Frauen auf Wahlliste

Der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn will bei den kommenden Bundestags- und Landtagswahlen mehr Frauen auf aussichtsreiche Listenplätze wählen lassen.

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Jörg-Uwe Hahn will mehr Frauen auf die FDP-Wahlliste setzen. Foto: Wolfgang Kumm

Wiesbaden. Er habe mehrere Frauen im Blick, die derzeit in der Kommunalpolitik parlamentarische Erfahrungen sammelten, sagte Hahn der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden.

Zu diesen Frauen habe er bislang auch die Wiesbadener Stadtverordnete und Landesvorsitzende der Liberalen Frauen, Brigitte Pöpel, gezählt. „Ich bin sehr enttäuscht von Frau Pöpel, denn ich war eigentlich davon ausgegangen, dass sie ihr Mandat nutzt, um kommunalpolitische Reife zu bekommen." Pöpel hatte vergangene Woche ihren Austritt aus der FDP erklärt, weil die Partei aus ihrer Sicht von „jungen, männlichen Karrieristen" dominiert werde. Es herrsche ein „frauen- und familien-feindlicher Ton", sagte sie.

Beim FDP-Parteitag 2009 in Hanau hatten Hahn und die Europa-Staatssekretärin Nicola Beer für eine erkennbar größere Rolle von Frauen in der Landespartei plädiert, die Delegierten hatten aber gegen eine Quote gestimmt. Danach habe er die einzelnen Parteigliederungen darauf festgelegt, Frauen auf kommunaler Ebene mehr Chancen zu geben, sagte Hahn. „Da haben wir eine ganze Reihe von jüngeren, älteren Frauen, die jetzt in Verantwortung als Fraktionsvorsitzende oder ehrenamtliche Dezernentinnen gekommen sind."

In der 20-köpfigen FDP-Landtagsfraktion ist derzeit Kultusministerin Dorothea Henzler die einzige Frau. Für die nächste Landtagswahl müssen die Liberalen damit rechnen, dass ihre Fraktion deutlich schrumpft, wenn sie den Sprung in den Landtag schaffen. Deshalb dürfte der Kampf um die vorderen Listenplätze noch härter werden.

dpa

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