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Experte fordert neue Ideen für ÖPNV

Verkehr Experte fordert neue Ideen für ÖPNV

Hessen braucht nach Ansicht eines Experten neue Strategien für den öffentlichen Nahverkehr auf dem Land. „Im Werra-Meißner-Kreis, im Vogelsbergkreis: Da haben wir große Herausforderungen, neue Konzepte zu entwickeln“, sagte Carsten Sommer von der Universität Kassel am Montag im Gespräch der Nachrichtenagentur dpa.

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Experte fordert neue Strategien für Hessens Nahverkehr. Archivfoto: Uwe Zucchi

Kassel . Denkbar sei zum Beispiel, mehr Anruf-Sammel-Taxis einzusetzen oder pendelnde Autofahrer im Fahrplan anzugeben. Im Rhein-Main-Gebiet seien dagegen oft sehr viele Menschen unterwegs, es drohten Engpässe.

Der Ingenieur hält es für sinnvoll, wenn Auto-Pendler regelmäßig Zugfahrer mitnehmen - und diese Zeiten auch im Fahrplan stehen. „Das ist ein Forschungsprojekt, das im Werra-Meißner-Kreis gerade anläuft“, berichtete der Experte vom Institut für Verkehrswesen. „Das könnte auch Modellcharakter für alle ländlichen Räume in Hessen, beziehungsweise der Bundesrepublik haben.“ Im Odenwald gebe es ein ähnliches Projekt. „Da macht man sich schon Gedanken, dass es vorankommt.“

Im Rhein-Main-Gebiet biete der Ausbau der S-Bahn Chancen. „Gerade in der Stadt Frankfurt verdoppelt sich die Einwohnerzahl am Tage, weil es in etwa so viele Pendler gibt wie Einwohner.» Die geplante Nordmainische S-Bahn von Frankfurt am Main nach Hanau biete neues Potenzial. „Sicherlich muss man bei einigen Stammstrecken vielleicht auch überlegen, ob man nicht ein Gleis dranbaut“, sagte Sommer. „Man wird sicherlich um Investitionen nicht herumkommen.“

Er warnte Unternehmen davor, wenig genutzte Verbindungen zu streichen. „Das würde ich als falsche Strategie empfinden“, sagte Sommer. Pendler aus entlegenen Gebieten kämen dann auch nicht mehr in größere Städte, um dort den Nahverkehr zu nutzen.

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