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Etihad-Gerüchte treiben Lufthansa-Aktie an

Luftverkehr Etihad-Gerüchte treiben Lufthansa-Aktie an

Spekulationen um einen Einstieg der arabischen Fluggesellschaft Etihad haben am Dienstag die Aktien der Lufthansa beflügelt. Das Papier des DAX-Konzerns stieg bis zum Nachmittag um mehr als 5 Prozent und machte einen Großteil der Verluste aus den Vorwochen wett.

Frankfurt/Main. Lufthansa lehnte eine Stellungnahme zu den Spekulationen ab, die von einem Bericht der italienischen Zeitung "Il Messaggero" ausgelöst worden waren. Sie hatte im Umfeld der schwierigen Sanierung der Etihad-Beteiligung Alitalia ohne konkrete Quelle berichtet, dass die Araber im Zuge einer Kapitalerhöhung mit 30 bis 40 Prozent bei der Lufthansa einsteigen könnten.

Nach Einschätzung von Börsianern haben die Gerüchte so genannte Leerverkäufer unter Druck gesetzt, die zuvor auf einen sinkenden Lufthansa-Kurs gewettet hatten. Inhaltlich macht eine Fusion der Airlines vor allem aus Lufthansa-Sicht wenig Sinn, da Etihad mit der Alitalia und der deutschen Air Berlin gleich zwei kriselnde Gesellschaften mit ungelösten Problemen und Milliardenschulden im Portfolio hat.

Ansatzpunkt für eine weitere Zusammenarbeit zwischen Etihad und Lufthansa war das Leasing-Geschäft über 38 Jets der Air Berlin, die künftig für Lufthansa-Gesellschaften fliegen sollen. Auch werden einige Flüge nach Südamerika oder Abu Dhabi mit Flugnummern beider Gesellschaften angeboten (Code-Share). Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte dazu im Dezember erklärt, dass man sich vorstellen könne, die Zusammenarbeit auf andere Bereiche auszuweiten. Damit waren dem Vernehmen nach aber eher Dienstleistungsverträge zum Beispiel für Wartung und Catering gemeint.

dpa

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