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Erneut weniger Drogentote

Kriminalität Erneut weniger Drogentote

Die Zahl der Drogentoten in Hessen ist in diesem Jahr gesunken. Von Jahresanfang bis Mitte Dezember wurden 72 Menschen gezählt, die an Rauschgift starben. 2016 waren es insgesamt 90 Drogentote gewesen, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Wiesbaden. "Eine abschließende Aussage kann allerdings erst nach Eingang aller toxikologischen Befunde getätigt werden." Der Rückgang sei keine außergewöhnliche Entwicklung, "sondern spiegelt die Auf- und Abwärtsbewegungen der letzten Jahre wider". 2015 hatte die Polizei 104 Rauschgifttote gezählt.

Der Konsum von Heroin war in diesem Jahr mit 45 Fällen die häufigste Todesursache. Dabei war das Heroin oft nicht das einzige konsumierte Rauschgift, sondern Teil einer tödlichen Mischung. Dazu kamen Kokain, Amphetamin, Cannabis, Alkohol oder Substitutionsmittel. Insgesamt hatten 50 der Drogentoten mehr als eine Substanz konsumiert. Die meisten der Toten waren 45 Jahre oder älter und männlich.

Regional gesehen gab es die meisten Rauschgifttoten in Frankfurt und Mittelhessen. Das Polizeipräsidium in der Hessenmetropole zählte bisher 17 Drogentote (25 waren es im Vorjahr). In Mittelhessen wurden sogar 18 Rauschgifttodesfälle registriert - das waren zwei mehr als im gesamten Vorjahr. Besonders stark war dagegen - den vorläufigen Zahlen zufolge - der Rückgang in Südhessen. Bisher wurden in der Region fünf Drogentote bekannt, zehn weniger als 2016.

dpa

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