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Ermittlungen nach tödlichem Zugunfall eingestellt

Unfälle Ermittlungen nach tödlichem Zugunfall eingestellt

Zwei Jahre nach dem tödlichen Zugunfall einer Schülerin in Osthessen hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen die Deutsche Bahn und zwei weitere Unternehmen eingestellt.

Fulda. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen, teilte die Behörde in Fulda am Donnerstag mit. Bei dem Unglück im Februar 2010 am Bahnhof Neuhof war eine 16-Jährige wahrscheinlich an einer glatten Stelle gestürzt und mit einem Bein ins Gleisbett gerutscht. Sie wurde von einem einfahrenden Regionalexpress erfasst, mehrere Meter mitgeschleift und getötet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte nicht nachgewiesen werden, dass die Beschuldigten ihre Räum- und Streupflicht verletzt hatten.

Die Ermittlungen richteten sich gegen fünf Bahn-Mitarbeiter und drei Angestellte zweier privater Winterdienstfirmen im Auftrag der Bahn. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte es am Unglücksmorgen weder Eis noch Schnee gegeben. Zwar könne aufgrund von Zeugenaussagen davon ausgegangen werden, dass es an der Unfallstelle wahrscheinlich glatt gewesen sei, sich etwa Raureif gebildet habe, aber: „Eine mögliche witterungsbedingte Glättebildung kann durch keinen Winderdienst sicher verhindert werden.“

Die Ermittler stießen den Angaben zufolge bei ihrer umfangreichen Spurensuche auch auf Mängel in den Verträgen zwischen Bahn und Räumunternehmen. Zudem kritisierten sie den baulichen Zustand des Bahnsteigs. Beide Punkte hätten aber nicht für den Tod der 16-Jährigen verantwortlich gemacht werden können.

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