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Entscheidung über Islam-Unterricht im Herbst

Schulen Entscheidung über Islam-Unterricht im Herbst

Die hessische Landesregierung will im Herbst über die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts entscheiden. "Wir sind im Zeitplan", sagte Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch.

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Im Herbst soll entschieden werden. Foto: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Bis Ende des Sommers soll die verfassungsrechtliche Prüfung der Ahmadiyya-Gemeinde und der türkischen Ditib abgeschlossen sein, die sich als Partner angeboten haben. Die Grünen sprachen dagegen am Mittwoch von "jahrelangem Hinhalten" beim islamischen Religionsunterricht.

"Wir wollen von vorneherein einen verfassungsrechtlich abgesicherten Partner haben", sagte Henzler. Sollte die Prüfung bei den beiden Trägern positiv ausfallen, könne im Schuljahr 2013/2014 mit dem islamischen Religionsunterricht begonnen werden. Vor der verfassungsrechtlichen Prüfung werden aber bis Ende März erst einmal zwei Gutachten erwartet. Sie sollen klären, ob Ahmadiyya und Ditib aus religionswissenschaftlicher Sicht infrage kommen.

Einen Lehrplan für den Islam-Unterricht an Grundschulen hat das Ministerium Anfang Februar - zweieinhalb Jahre nach Gründung eines Runden Tisches - vorgelegt. Sollte sich für den Religionsunterricht kein Träger finden, kann der Lehrplan aus Sicht Henzlers auch alternativ für einen Ethik-Unterricht mit islamischem Schwerpunkt genutzt werden.

Die Grünen erklärten, dass Ahmadiyya und Ditib bereits im Januar vergangenen Jahres ihre Anträge als Kooperationspartner eingereicht hätten. Mit ihrer Ankündigung des islamischen Religionsunterrichts habe die Landesregierung Erwartungen geweckt, "die sie jetzt auch erfüllen muss", kritisierte die Abgeordnete Mürvet Öztürk.

dpa

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