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Einigung im Tarifkonflikt bei der Landesbahn

Tarife Einigung im Tarifkonflikt bei der Landesbahn

Der Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Hessischen Landesbahn (HLB) ist beigelegt. Nach monatelangen Verhandlungen und mehreren Streikmaßnahmen haben sich beide Seiten in der Nacht zum Freitag auf Rahmenbedingungen für Haustarifverträge für die drei HLB-Gesellschaften verständigt, wie das Unternehmen mitteilte.

Frankfurt. Die Gewerkschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der Tarifstreit hatte sich über Monate hingezogen.

Die Verträge seien von Januar 2012 an gültig und hätten eine Laufzeit bis Ende Juni 2014, teilte die HLB weiter mit. 2012 werde es eine Tariferhöhung geben, die genaue Summe stehe aber noch nicht fest. Zum 1. Januar 2013 steigen die Entgelte der Lokführer nach HLB-Angaben um 3,5 Prozent, ein Jahr später nochmals um 2 Prozent.

Die Verträge gelten für die drei HLB-Gesellschaften Vectus Verkehrsgesellschaft mbH, HLB Basis AG und HLB Hessenbahn GmbH. „Die Einigung ist ein wirtschaftlich vertretbarer Kompromiss, da wir der GDL entgegen gekommen sind, aber zugleich Maß und Vernunft haben walten lassen", sagte HLB-Geschäftsführer Veit Salzmann laut Mitteilung. Weitere Streiks seien damit vom Tisch.

Die Landesbahn gehörte bislang zu den wenigen Anbietern in Deutschland, mit denen die GDL noch keinen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer abgeschlossen hatte. Das Unternehmen war mehrfach hart bestreikt worden, zuletzt 28 Tage lang im September. Die GDL will langfristig bei allen Bahnen Tarifverträge auf dem Niveau der Deutschen Bahn AG erreichen und hatte zuletzt Schlichtersprüchen bei mehreren Betreibern zugestimmt.

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