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Einheitsdenkmal an Paulskirche beschmiert: Geldstrafe

Prozesse Einheitsdenkmal an Paulskirche beschmiert: Geldstrafe

Weil er das Denkmal zur deutschen Einheit an der Frankfurter Paulskirche beschmiert hat, ist ein 36 Jahre alter Mann zu 600 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Einen mitangeklagten 26-Jährigen sprach das Amtsgericht Frankfurt dagegen am Donnerstag vom Vorwurf der sogenannten gemeinschädlichen Sachbeschädigung an einem öffentlichen Denkmal frei.

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Der Haupteingang des Land- und Amtsgerichts, in Frankfurt am Main.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Beide Männer waren gemeinsam mit einem unbekannten Dritten in der Nacht zum Einheitsfeiertag im Oktober 2016 an dem Denkmal in der Frankfurter Innenstadt beobachtet worden. Nach einer Flucht auf Fahrrädern wurden sie später von der Polizei aufgegriffen. Bei dem 36-Jährigen fanden die Beamten eine Schablone mit dem Schriftzug, der sich auch an dem Denkmal befand: "BRD = Abschiebe-Weltmeister". Darüber hinaus wurden frische Farbspuren festgestellt, nicht jedoch bei dem Mitangeklagten.

Dem Gericht zufolge führte letztlich die Schablone mit den Farbspuren als Beweisstück zur Verurteilung zu 60 Tagessätzen mit je zehn Euro. Bei dem anderen Angeklagten reiche die Indizienkette jedoch nicht für eine Verurteilung aus. Beide Männer hatten zu dem Vorwurf geschwiegen. Möglicherweise kommen auf den Verurteilten auch noch zivilrechtliche Forderungen der Stadt Frankfurt zu. Die Reinigung des Denkmals kostete laut Staatsanwaltschaft rund 1000 Euro.

dpa

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