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Hessen Einenkel: "An Opel-Tarifen wird nicht gerüttelt"
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09:08 05.01.2012
Die Arbeitnehmer wollen keine weitere Belastung. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv
Köln/Bochum/Rüsselsheim

Gleichzeitig lehnte er zusätzliche Opfer der Arbeitnehmer ab. Um wieder Gewinn zu machen, müsse Opel Autos verkaufen, und zwar überall, sagte Einenkel am Donnerstag dem Sender WDR 5.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am Mittwoch berichtet, der Mutterkonzern General Motors verlange von den Mitarbeitern, insgesamt im laufenden Jahr auf Lohnerhöhungen in einem Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Euro zu verzichten.

Einenkel sagte, nun sei mit der Geschäftsleitung darüber zu sprechen, wie der bereits vereinbarte Sparbeitrag der deutschen Opel-Arbeitnehmer in Höhe von gut 176 Millionen Euro jährlich weiter ausgestaltet werde. In den vergangenen beiden Jahren war eine Kürzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie die Verschiebung der Lohnerhöhung vereinbart worden. Auf weitere Tarifleistungen für die Arbeitnehmer zu verzichten, sei aber keine Lösung, betonte Einenkel: „Daran wird nicht gerüttelt.“

Am GM-Firmensitz in Detroit schauten manche nicht über den Tellerrand hinaus, kritisierte Einenkel. So blieben Opel wichtige Wachstumsmärkte verschlossen, weil das Mutterhaus die Autos anderer Marken dorthin schicke. Opel bleibe zu sehr auf den - gesättigten und derzeit infolge der Staatsschuldenkrise schwächelnden - europäischen Markt beschränkt. GM begrenzt den Vertrieb der defizitären Tochter, um Kannibalismus unter den Konzernmarken zu verhindern.