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Ein Pfarrer bleibt immer im Dienst

Kirchen Ein Pfarrer bleibt immer im Dienst

Ein Pfarrer bleibt einem Urteil zufolge immer im Dienst. Auch im Ruhestand behält er alle mit der Ordination erworbenen Rechte.

Darmstadt . Anders als bei Beamten besteht damit sein Dienstverhältnis fort. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Hessischen Sozialgerichts in Darmstadt hervor. Die Amtsausübung eines pensionierten Pfarrers ist danach also keine ehrenamtliche Tätigkeit. Und ein Unfall ist daher ein Dienstunfall, für den nicht die Berufsgenossenschaft, sondern die beamtenrechtliche Fürsorge aufkommen muss (AZ L 3 U 207/10).

Geklagt hatte ein 77 Jahre alter Pfarrer, der 2009 im Ruhestand noch einmal einen Karfreitags-Gottesdienst in seiner früheren Gemeinde in Frankfurt übernehmen sollte. Kurz vor Beginn brach er sich jedoch ein Bein. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zeigte den Unfall bei der Berufsgenossenschaft an, diese lehnte jedoch eine Entschädigung ab, weil der Pfarrer nicht zu den Versicherten gehöre.

Daraufhin war der Geistliche vor Gericht gezogen. Die Richter beider Instanzen folgten jedoch der Argumentation der Berufsgenossenschaft. Revision gegen das Urteil ist nicht möglich.

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