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Ehefrau umgebracht: elfeinhalb Jahre Haft für 56-Jährigen

Prozesse Ehefrau umgebracht: elfeinhalb Jahre Haft für 56-Jährigen

Im Mordprozess um Hammerschläge gegen seine Ehefrau hat das Landgericht Darmstadt einen 56-Jährigen wegen Totschlags zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt. "Das war die klassische Beziehungstat", sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch.

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Ein Kommentar zum Strafgesetzbuch.

Quelle: Oliver Berg/Archiv

Darmstadt. Einen Tag vor dem Termin bei der Scheidungsanwältin hatte der Mann im April 2017 seiner damals 52 Jahre alten Ehefrau mehrmals mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen und sie dann mit seinen Händen erwürgt. Das Gericht sah aber keine niedrigen Beweggründe und folgte der Verteidigung, die auf Totschlag plädiert hatte.

Dem Frührentner aus Heusenstamm (Kreis Offenbach) sei es mit seiner sich selbst bemitleidenden Art nicht gelungen, die Frau zu halten und die Zukunft zu erkennen, erklärte der Richter. "Bei seiner aufgelösten Befindlichkeit war der Totschlag der Weg, den er glaubte, gehen zu müssen." Davor war die Beziehung des Paares, das 24 Jahre verheiratet war, nach Schlussfolgerungen des Richters harmonisch verlaufen. Bis die Frau 2016 einen früheren Schulfreund traf und den Partner wechselte. Der Angeklagte hatte den Angriff im Dezember vor Gericht gestanden und war in Tränen ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich wegen Mordes gefordert.

dpa

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