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Hessen Ehefrau mit Kopfschuss getötet: Sieben Jahre Haft für Osthessen
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16:44 26.11.2014
Fulda

Der Richter sagte beim Urteil, der Angeklagte habe seine Frau heimtückisch erschossen, als sie ahnungslos im Bett schlief. Als Motiv nannte der Richter Verzweiflung. Die Tat ereignete sich am 20. Februar in Bebra.

17 Jahre lang hatte der Mann die psychische Erkrankung seiner Frau (67) ertragen. Die Frau hatte ihn immer wieder gekränkt, genötigt und gedemütigt und mehrfach sogar mit Messern oder einem Schürhaken bedroht. Der Mann hatte sich in den Alkohol geflüchtet. In den vergangenen Jahren trank er täglich ein Dutzend Flaschen Bier. Darüber hatte er auch seine Steuerberatungskanzlei vernachlässigt.

Der Richter befand: Zum Schluss sei der Angeklagte körperlich und seelisch am Ende gewesen. In der Tatnacht sei die Situation eskaliert. Da der Mann zur Tat angetrunken und seit Jahren mit seiner Ehefrau emotional überfordert gewesen sei, billigte das Gericht ihm eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit zu.

Der Angeklagte hatte die Tat als tragischen Unfall dargestellt. Das aber glaubten die Richter ihm nicht. Auch für einen missglückten Mitnahme-Selbstmord - wie vom psychiatrischen Gutachter und dem Staatsanwalt angenommen - sahen die Richter keine Anhaltspunkte.

dpa