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E-Bikes könnten Grund für mehr Unfälle sein

Verkehrsforscher E-Bikes könnten Grund für mehr Unfälle sein

Der Boom der Elektrofahrräder könnte nach Einschätzung des Verkehrsforschers Carsten Sommer eine Ursache für die steigende Zahl von Fahrradunfällen in Hessen sein.

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E-Fahrräder haben ein anderes Beschleunigungsvermögen. Foto: R. Jensen/Archiv

Kassel. "Pedelecs und E-Bikes haben ein ganz anderes Beschleunigungsvermögen als normale Räder. Damit kommt eine völlig neue Gruppe von Verkehrsteilnehmern auf die Straße, die für Autofahrer erst einmal schwerer einzuschätzen sind", erklärte der Professor der Universität Kassel in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Es sei deshalb möglich, "dass das höhere Aufkommen von Elektrofahrrädern einer der Gründe für die steigenden Unfallzahlen ist", sagte Sommer. Allein 2011 seien in Deutschland rund 300 000 Pedelecs, also Fahrräder mit unterstützendem Elektroantrieb, verkauft worden. Im selben Jahr verunglückten in Hessen 3653 Radfahrer - 14,6 Prozent mehr als 2010.

Aber auch ohne Elektroantrieb steigen laut Sommer immer mehr Menschen aufs Fahrrad um. "Es ist ein Trend der letzten Jahre, dass die Leute viel mehr Rad fahren. Und mehr Fahrradfahrer bedeuten natürlich auch mehr Fahrradunfälle."

Vor allem das gestiegene Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sieht der Verkehrsexperte als Grund für den Fahrradboom. "Außerdem werden Radfahrer heute in der Verkehrsplanung stärker berücksichtigt. Und während sich das Autofahren und der öffentliche Nahverkehr überproportional verteuern, bleibt Radfahren kostenlos."

dpa

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