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Hessen Dokumente zu Auschwitz-Prozess sollen ins Weltregister
Mehr Hessen Dokumente zu Auschwitz-Prozess sollen ins Weltregister
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16:02 09.06.2016
Fritz Bauer. Quelle: Karl Schnoerrer/Archiv
Wiesbaden/Frankfurt

Damit könnten die Dokumente aus der deutschen Nachkriegszeit Eingang ins Unesco-Register "Memory of the World" finden. Ein positives Votum aus Paris, das für kommendes Jahr erwartet wird, gilt als weitgehend sicher: Bisher wurde kein deutscher Antrag abgelehnt fürs digitale Netzwerk, das herausragende Dokumente aus aller Welt umfasst.

Insgesamt geht es um 454 Aktenbände und 103 Tonbandaufnahmen. Der erste Auschwitz-Prozess von 1963 gilt als Wendepunkt bei der Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Deutschland. Es standen 22 Angeklagte, darunter SS-Offiziere und Wachleute, vor Gericht. Zu verdanken ist das Verfahren der Hartnäckigkeit des früheren hessischen Generalstaatanwalts Fritz Bauer. Die geplante Aufnahme sei ein wichtiges Zeichen an die Welt, dass Deutschland sich weiter seiner Verantwortung für die NS-Verbrechen und den Holocaust stelle, sagte Rhein. Derzeit sind 348 Zeugnisse im "Memory of the World", 22 davon aus Deutschland.

dpa