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Die Kanzler-Frage stellt sich auch in Marburg

Kanzlerkandidat 2013 Die Kanzler-Frage stellt sich auch in Marburg

Vielen SPD-Anhängern wäre der um die Rentner bemühte Sigmar Gabriel, oder die super-soziale Andrea Nahles leiber gewesen, als der kantige Peer Steinbrück. Was halten die Marburger vom SPD-Kanzlerkandidaten, hat er eine Chance gegen Angela Merkel?

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Kann er Kanzler? Als Bundefinanzminister hat Peer Steinbrück sich als Mann klarer Kanten bewiesen. Unvergessen bleibt seine verbale Schweizattacke. Damals wie heute ging es um Schwarzgeld deutscher Steuer

Quelle: Rainer Jensen dpa

Marburg. OP-Volontär Andreas Arlt hat Marburger gefragt, was Sie von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten der SPD halten.

Stefan Koch (39) aus Marburg : „Ich glaube nicht, dass sich etwas ändern wird nach der nächsten Bundestagswahl. Und da ist es eigentlich egal, ob Angela Merkel oder Peer Steinbrück Bundeskanzler ist. Die Politik in den letzten Jahren hat gezeigt, dass es eigentlich egal ist, ob die CDU oder die SPD an der Macht ist. Was fehlt, ist eine echte Alternative.“

Sebastian Ehlers (35) aus Marburg : „Peer Steinbrück verkörpert die konservative Strömung in der SPD. Absetzen wird er sich damit von einer Politikerin einer konservativen Partei jedenfalls nicht. Man muss abwarten, wie er sich von der Politik der vergangenen Jahre abgrenzen will, um am Ende des Wahlkampfs vielleicht erfolgreich zu sein. Das Zeug dazu hat Steinbrück, aber die Bundeskanzlerin geht als Favoritin in den Wahlkampf.“

Gerhard Dorn (72) aus Frankfurt : „Angela Merkel hat in der aktuellen Finanzkrise Führungsstärke bewiesen und gezeigt, dass sie eine gute Kanzlerin ist. Da ist es eigentlich egal, ob die SPD Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel oder Frank-Walter Steinmeier als Gegenkandidaten aufstellt. Jeder von ihnen würde es schwer haben, die Wähler von sich zu überzeugen, da die Bundesregierung in den vergangenen Jahren ein gutes Gespür für die richtigen Schritte auch in schwierigen Situationen bewiesen hat.“

Matthias Stegel (42) aus Marburg : „Eine Überraschung ist das nicht. Peer Steinbrück ist nach den Diskussionen der vergangenen Monate auf jeden Fall als Favorit in das SPD-interne Rennen um die Kanzlerkandidatur gegangen. Er hat schon als Finanzminister bewiesen, dass er die fachlichen Kompetenzen hat, die man mitten in der Wirtschafts- und Finanzkrise braucht.“

Norbert Ziegler (69) aus Gießen : „Peer Steinbrück wird es schwer haben trotz der Umfragewerte, die derzeit auf einen Politikwechsel nach der nächsten Bundestagswahl hindeuten. Aber als Amtsinhaber hat man immer einen gewissen Bonus. Und deswegen wird es schwierig für Peer Steinbrück, Angela Merkel wirklich zu stürzen. Zumal es von der politischen Grundausrichtung wenig Unterschiede gibt. Beide – Angela Merkel und auch Peer Steinbrück – gelten als eher konservative Politiker. Es wird also darauf ankommen, dass sich Steinbrück genug von der Bundeskanzlerin abgrenzen kann, wenn die SPD die Wahl gewinnen will.“

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