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Cohn-Bendit kritisiert seine Frankfurter Parteifreunde

Wahlen Cohn-Bendit kritisiert seine Frankfurter Parteifreunde

Der Grünen-Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit (66) hat die Haltung seiner Partei in Frankfurt zur OB-Stichwahl an diesem Sonntag kritisiert.

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Cohn-Bendit kritisiert parteieigenen Umgang mit OB-Stichwahl. Foto: Yoan Valat

Frankfurt/Main. Die Grünen seien unfähig gewesen, bei einer Kreismitgliederversammlung beide Kandidaten zu hören und dann basisdemokratisch und transparent zu entscheiden, welchen Kandidaten sie unterstützen wollten. "An die Empfehlung hätte ich mich dann auch gehalten", sagte das prominente Frankfurter Parteimitglied am Montag bei einem Treffen mit dem SPD-Kandidaten Peter Feldmann. Sowohl die Frankfurter als auch die hessischen Grünen geben keine Wahlempfehlung für einen der beiden Kandidaten ab.

Ob der Ex-Multikulti-Dezernent sein Kreuzchen bei Feldmann macht, werde er erst am Wahltag nach einem Treffen mit Freunden und Bekannten endgültig entscheiden. Den CDU-Kandidaten Boris Rhein werde er aber nicht wählen, obwohl er die schwarz-grüne Koalition in Frankfurt OK finde, sagte Cohn-Bendit. "Weil ich mir unter Boris Rhein einen Mann vorstelle, der doppelzügig ist: Hier in Frankfurt der liberale Konservative und in Wiesbaden der Hardliner-Konservative - in einer Linie mit Roland Koch und Volker Bouffier." Viele seiner Freunde und Bekannten wollten Rhein nicht wählen, seien sich aber unsicher, ob sie Feldmann ihre Stimme geben sollten.

Feldmann müsse als SPD-OB noch rund vier Jahre mit der schwarz-grünen Mehrheit leben, betonte Cohn-Bendit. "Es gibt keine alternative Mehrheit." Die Dezernenten seien zudem gewählt, könnten also nicht einfach abgesetzt werden. Feldmann müsse außerdem die Landtagswahl 2013 im Blick haben. "Weil wir Rot-Grün in Hessen wollen, muss er Schwarz-Grün in Frankfurt unterstützen." Der neue Frankfurter Bürgermeister Olaf Cunitz und die neue Bildungsdezernentin Sarah Sorge hatten empfohlen, für Rhein zu stimmen.

dpa

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