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Bürgermeister-Rücktritt in Hofbieber: Jurist macht Vertragsfehler

Kommunen Bürgermeister-Rücktritt in Hofbieber: Jurist macht Vertragsfehler

Ein versehentlicher Grundstückskauf für die Rhön-Gemeinde Hofbieber hat Bürgermeister Marcus Schafft (CDU) das Amt gekostet. Einstimmig votierten am Dienstagabend die dreißig Gemeindevertreter aller Parteien dafür, das Abwahlverfahren gegen den Rathauschef einzuleiten.

Hofbieber. Schafft trat daraufhin zurück. Nicht einmal seine eigene Partei unterstützte ihn noch. Den Antrag zur Abwahl hatte stellvertretend für alle Parteien Toni Kaufmann (CDU) eingebracht.

Eigentlich sollte Schafft, von Hause aus Jurist, nur eine Kaufoption unterzeichnen, erwarb dann aber gleich das Grundstück. Dadurch entstehen früher Kosten als geplant. Später einmal sollen dort Wohnungen, Arztpraxen und Geschäfte gebaut werden. Wie hoch der Schaden für die Gemeinde ist - dazu wurden am Abend keine Angaben gemacht. Schafft hatte für seinen Fehler keine Erklärung. Wegen des Kaufs läuft ein Disziplinarverfahren der Kommunalaufsicht gegen ihn. Ein Ausschuss versucht, den Schaden zu begrenzen.

Der Grundstückskauf habe das Fass schließlich zum Überlaufen gebracht, sagte der Fraktionsvorsitzende der Christlichen Wähler-Einheit (CWE), Manfred Oeste. Die SPD kritisierte, der Bürgermeister habe für die Jahre 2012/2013 einen Haushaltsplan mit falschen Zahlen vorgelegt. Bürgermeister Marcus Schafft akzeptierte die Entscheidung und sagte: "Jetzt gilt für Sie alle: Richten Sie den Blick nach vorn!" Der 42-Jährige will nun wieder als Rechtsanwalt arbeiten.

dpa

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