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Brand in zugemüllter Wohnung: Katze gerettet

Brände Brand in zugemüllter Wohnung: Katze gerettet

Das Feuer in der brennenden Nachbarwohnung ist gelöscht, doch eine Anwohnerin ist voller Angst: Wo ist ihre geliebte Katze? Ein Feuerwehrmann macht sich auf die Suche, findet das verängstigte Tier und wird zum Katzenretter - und das trotz Katzenallergie.

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Die Feuerwehr löscht eine in Brand geratene Wohnung in Königstein.

Quelle: Sven-Sebastian Sajak

Königstein. Einem beherzten Feuerwehrmann hat eine Katze in Königstein zu verdanken, dass sie unversehrt zu ihrer Besitzerin zurückkehren konnte. Die Feuerwehr musste sich zunächst durch Berge von Müll zu einem Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses vorkämpfen. Doch kaum sind die Flammen gelöscht und der 77-jährige Bewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden, folgt die nächste Aufregung. Die Nachbarin, die unter der Brandwohnung lebt, kommt verzweifelt auf Feuerwehrmann Christoph Schwarzer zu: "Meine Katze ist noch in der Wohnung, sie ist verbrannt", erzählt der 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Doch Schwarzer will so schnell die Hoffnung nicht aufgeben und geht noch einmal in die Erdgeschosswohnung, in der das Löschwasser von der Decke tropft und es überall nach Qualm stinkt. Der Feuerwehrmann macht sich auf die Suche, ob sich die Katze irgendwo verkrochen hat, verrückt Möbelstücke. Fehlanzeige. Schließlich hebt er die Couch an. "Und da sehe ich die Katze völlig verängstigt in einer Ecke", berichtet der Feuerwehrmann. Er schnappt sich den Stubentiger und bringt ihn zu der überglücklichen Besitzerin. "Die Katze war zwar etwas eingeschüchtert, ansonsten aber quietschfidel", erzählt er.

"Ich bin seit rund 40 Jahren bei der Feuerwehr. Das ist dann einer der glücklichen Momente", freut sich Schwarzer, der auch stellvertretender Stadtbrandinspektor von Königstein (Hochtaunuskreis) ist. "Ich mag einfach Tiere", sagt er. Und so zögerte er keine Sekunde, sich auf die Suche nach der verschollenen und verbrannt geglaubten Katze zu machen. Und das trotz seiner Katzenallergie, genauer gesagt seiner Allergie gegen Siamkatzen. Doch glücklicherweise war das gerettete Tier keines dieser Exemplare - und selbst wenn, hätte das auch keine Rolle gespielt, betont er.

Ursache des Brandes am Sonntagabend war nach Angaben der Polizei vermutlich ein technischer Defekt eines Heizlüfters, der in der Wohnung im ersten Stock angesammelten Unrat entzündete. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 50 000 Euro. Die Wohnung des Mannes ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Nachbarin und ihr Liebling sind nach Angaben des Feuerwehrmanns erst einmal bei Verwandten untergekommen.

dpa

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