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Bouffier fährt nicht zur EM in Ukraine

Regierung Bouffier fährt nicht zur EM in Ukraine

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat Politikern Zurückhaltung bei der Teilnahme an der Fußball-EM in der Ukraine empfohlen. "Ich fahre da nicht hin", sagte der CDU-Politiker am Montag in Wiesbaden.

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Bouffier empfiehlt nicht zur EM in die Ukraine zu reisen.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Wiesbaden. Hintergrund ist die Diskussion um einen politischen Boykott wegen des Falles der inhaftierten ukrainischen Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko.

Es dürfe keinen Werbeeffekt für die Regierung geben, sagte Bouffier. Letztlich müsse das aber jeder Politiker für sich selbst entscheiden. Einen grundsätzlichen Boykott der EM in der Ukraine lehnte Bouffier jedoch ab. Ein Rückzug wäre völlig falsch, da dies den öffentlichen Druck auf die Ukraine zurücknähme. Das würde auch die ukrainische Bevölkerung nicht verstehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt, ihren Ministern zu empfehlen, den EM-Spielen in der Ex-Sowjetrepublik fernzubleiben. Dies gilt nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" für den Fall, dass Timoschenko nicht für eine angemessene medizinische Behandlung freigelassen wird. Die Ukraine ist mit Polen vom 8. Juni bis 1. Juli Gastgeber der EM.

Einen politischen Boykott verlangte am Montag in Wiesbaden die Opposition. "In Europa müssen (bei den Menschenrechten) die Standards gelten, für die Europa wirbt", sagte der hessische SPD-Generalsekretär Michael Roth. Fußball sei immer auch politisch. Gefordert seien daher jetzt auch der europäische Fußballverband UEFA und der Weltfußballverband FIFA.

Die Grünen erklärten, dass sich demokratisch gewählte Politiker nicht als Kulisse für eine angeblich heile Welt in der Ukraine hergeben dürften. Es wäre jedoch falsch, wenn die Fußballspiele nicht stattfinden würden, erklärte Fraktionschef Tarek Al-Wazir.

dpa

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