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Bouffier: CDU muss auch Stammwähler zurückgewinnen

Parteien Bouffier: CDU muss auch Stammwähler zurückgewinnen

Die CDU muss nach Auffassung ihres Vize-Bundesvorsitzenden Volker Bouffier neuen Wählern wie auch ihren verlorenen Stammwählern nachgehen. 

Wiesbaden. Mit dieser Frage beschäftigte sich der vom Bundesvorstand mit Misstrauen gesehene „Berliner Kreis", sagte der hessische Ministerpräsident und CDU-Landeschef der dpa in Wiesbaden. „Es ist immer richtig, darüber zu diskutieren: Wie können wir uns politisch besser aufstellen? Wie können wir auch die, die von unserer Partei enttäuscht sind, wiedergewinnen?"

Zugleich dämpfte Bouffier die Aufregung um den konservativen Gesprächskreis, dessen treibende Kraft der CDU-Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, Christean Wagner, ist. „Das gab es immer und wird es immer geben, dass solche Kreise sich treffen", sagte Bouffier. Das seit drei Jahren bestehende Forum werde keine feste Unterorganisation der CDU werden. „Dies hielte ich für falsch, denn wir brauchen keine neuen Organisationen. Die Union hat eine Vielzahl von Möglichkeiten, Ideen in die Gremien einzubringen."

Der CDU-Stammwähler sei anders, als er oft dargestellt werde, meinte Bouffier. „Die Union ist nicht die Truppe der letzten Versprengten, die immer noch die heile Welt der 50er Jahre aufrecht erhält. Das war immer falsch, das ist dümmlich." Die Union sei die größte Partei in Deutschland, modern und zukunftsweisend.

Aber es gebe Wähler, die sich lange Jahre zur Partei bekannt hätten und sie zuletzt nicht mehr gewählt hätten. „Man muss doch diejenigen, die bei uns waren, fragen: Warum bist du enttäuscht? Warum wählst du uns nicht mehr? Und man muss überlegen, wie man sie zurückgewinnt", sagte Bouffier. „Eine Partei, die darauf verzichtet, macht einen großen Fehler."

dpa

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